Rheinland-Pfalz setzt auf Künstliche Intelligenz

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Foto:dpa-Archiv

MAINZ. Lernfähige Systeme sollen nach dem Willen der Landesregierung eine zentrale Rolle in der Digitalstrategie von Rheinland-Pfalz einnehmen.

«Künstliche Intelligenz wird unsere Lebens- und Arbeitswelt verändern», sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des Digitalisierungskabinetts, dem ressortübergreifenden Steuerungsgremium für digitale Landesprojekte. Das Potenzial Künstlicher Intelligenz könne durch eine bessere Vernetzung von Entwicklern und Anwendern noch erheblich verstärkt werden.

In der Runde im Anschluss an das reguläre Kabinett seien drei konkrete Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI) besprochen worden, sagte Dreyer. In der Justiz könnten kognitive Systeme Metadaten der E-Akte – also standardisierte Informationen zu Inhalten gerichtlicher Vorgänge – auswerten und über Zuordnungen entscheiden.

«Das machen alles in Zukunft nicht mehr Menschen, sondern Systeme und diese Systeme sind KI-Systeme.» Künstliche Intelligenz könne auch eingesetzt werden, um die Effizienz digitaler Anwendungen in der Landwirtschaft zu erhöhen. In der Medizin schließlich könnten mit Hilfe von KI Daten von Patienten miteinander abgeglichen werden, die von medizinischen Fachangestellten mit der Zusatzqualifizierung VERAH (Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis) erhoben werden könnten.

Heike Raab (SPD), Medien- und Digitalbeauftragte der Landesregierung, äußerte sich besorgt, dass die Bundesregierung von der Zusage abrücken könnte, bis 2025 drei Milliarden Euro für die im November 2018 vorgestellte Strategie für KI zur Verfügung zu stellen. «Der Bund muss zu seinen Zusagen stehen, die er gemacht hat», sagte Raab.

Rheinland-Pfalz richtet am 26. September ein zweites Digitalforum aus. An der Veranstaltung in Mainz sollen digitale Projekte des Landes mit Praxisbeispielen und in Vorträgen vorgestellt werden.

4 KOMMENTARE

  1. wir verlassen uns also auf KI ? Ist das denn der neue Führer und alle marschieren blind hinterher ?
    Leute , wacht auf! Ist euch euer freie Wille und Verstand denn gar nichts mehr wert ? 1984 ist wirklich lächerlich gegen das was auf uns zukommt .

  2. 2016 haben Forscher von Google Brain drei gleichstarke KIs gegeneinander antreten lassen. Die erste KI „Alice“ sollte der zweiten KI „Bob“ eine verschlüsselte 16-Bit-Nachricht schicken, bestehend aus 16 Nullen und Einsen. Als Empfänger sollte Bob die Botschaft entschlüsseln. Die dritte im Bunde, KI „Eve“, nahm die Rolle der Spionin, sozusagen der Woman-in-the-middle ein, und sollte die Verschlüsselung knacken – woran sie von Alice und Bob durch Anpassung ihrer Verschlüsselungen natürlich gehindert werden sollte. NACH NUR 15000 DURCHLÄUFEN konnten die KIs Alice und Bob abhörsicher untereinander kommunizieren, und nicht einmal die Herren Forscher konnten die von ihren KIs entwickelte komplexe raffinierte Verschlüsselung noch nachvollziehen.

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