Rheinland-Pfalz weitet Schutz vor Wölfen aus

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MAINZ. Nordrhein-Westfalen hat im Juli ein neues Wolfsgebiet in der nördlichen Eifel ausgewiesen – jetzt hat Rheinland-Pfalz auch in der Nachbarregion Schutzvorkehrungen eingeführt. Die Verbandsgemeinden Prüm, Gerolstein und Adenau wurden mit sofortiger Wirkung zum Wolfspräventionsgebiet erklärt, wie das Umweltministerium am Freitag in Mainz mitteilte.

Damit können die Halter von Schafen und Ziegen in diesem Gebiet ebenso wie die Betreiber von Wildgehegen Fördermittel für die Sicherung von Herden mit geeigneten Zäunen beantragen.

Nach mehrfachen Sichtungen und Rissen von Schaffen hat Nordrhein-Westfalen die 505 Quadratkilometer große Region «Eifel – Hohes Venn» als drittes Wolfsgebiet in diesem Bundesland ausgewiesen. Der dort vermutete männliche Wolf sei bisher noch nicht in Rheinland-Pfalz nachgewiesen worden, erklärte das Umweltministerin. Allerdings könnten Wölfe durchaus weite Strecken zurücklegen, so dass ein Überschreiten der Landesgrenze möglich sei.

Bereits im Mai vergangenen Jahres wurde das Präventionsgebiet Westerwald ausgewiesen. Der 2015 beschlossene Managementplan zum Umgang mit Wölfen in Rheinland-Pfalz sieht Präventions- und Ausgleichsmaßnahmen in solchen Gebieten vor. Schäden an Nutztieren werden vollständig von der Landesregierung übernommen, wenn der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann.

Die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) verzeichnete zuletzt 73 Rudel bundesweit. Schwerpunkte sind Sachsen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. In Rheinland-Pfalz hat sich bislang vermutlich ein Wolf dauerhaft niedergelassen.

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