Elektro-Mobilität: Zahl der Elektrobusse im Nahverkehr steigt langsam

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Oberbürgermeister Wolfram Leibe und SWT-Vorstand Arndt Müller vor dem Elektrobus von Sileo, Foto: © Stadtwerke Trier

TRIER. In Rheinland-Pfalz steigt die Zahl der Linienbusse mit Stromantrieb, wenn auch noch auf niedrigem Niveau. Nach einer Studie der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) gehörten Ende Juli 23 elektrisch betriebene Busse zu den Flotten der Nahverkehrsunternehmen im Land. Das ist eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, als es noch 15 Busse waren. Im Nachbarland Saarland war noch kein einziger E-Bus unterwegs.

Bundesweit waren Ende Juli 838 E-Busse in Betrieb – bei rund 40 000 Fahrzeugen im Nahverkehr insgesamt. In dieser Gesamtzahl sind alle Formen von Elektrobussen enthalten. Demnach gab es nur 154 reine Batteriebusse. Mit rund 70 Prozent stellen Hybridmodelle die größte Gruppe der E-Busse. Laut Studie waren am Stichtag 593 solcher Busse mit Verbrennungs- und Batteriemotor im Einsatz. Elektrifizierte Busse gelten als ein Mittel, um dreckige Luft in den Städten zu bekämpfen und drohende Diesel-Fahrverbote abzuwenden.

Einige Städte in Rheinland-Pfalz haben aber schon angekündigt, ihre E-Bus-Flotten aufzustocken beziehungsweise überhaupt aufzubauen. In der Landeshauptstadt Mainz beispielsweise sollen 23 batteriebetriebene Busse bis zum Jahr 2021 angeschafft werden, sofern Fördergeld vom Bund fließt. Ein gemeinsames Projekt mit Wiesbaden und Frankfurt zu Brennstoffzellenbussen läuft bereits, bis Ende des Jahres sollen die ersten Fahrzeuge in Betrieb genommen werden.

Spitzenreiter unter den Ländern bei den elektrifizierten Bussen ist der Studie zufolge Nordrhein-Westfalen mit 264 Fahrzeugen. Dahinter folgen Niedersachsen (136), Baden-Württemberg (96), Hamburg (86), Schleswig-Holstein (62), Bayern (59) und Sachsen

4 KOMMENTARE

  1. Ich erinnere mich noch an die Zeit als in Trier Oberleitungsbusse fuhren, die wurden zugunsten von Dieselbussen ausgemustert, jetzt kommen teure Akkumulatorenbusse zum Einsatz da hätte man wie in der Schweiz bei den Oberleitungsbussen bleiben sollen, robuste Technik und billiger in Anschaffung und Unterhalt

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