Riva-Streik dauert weitern an – Gewerkschaften planen internationalen Aktionstag

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Ein Button mit der Aufschrift ´Streik und eine Trillerpfeife.

Bildquelle: Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv

TRIER. Zu dem seit 13 Wochen anhaltenden Streik in den rheinland-pfälzischen Betrieben des Stahlkonzerns Riva bereiten die Gewerkschaften einen internationalen Aktionstag vor. An den Standorten in Deutschland, Italien, Spanien, Belgien und Frankreich werde es am 17. September Protestkundgebungen und Arbeitsniederlegungen geben, teilte Patrick Georg von der IG Metall in Trier am Freitag mit.

Die IG Metall fordert für die rund 130 Arbeiter in den Werken Trier und Horath die Einbindung in den Tarifvertrag. Im Werk in Horath stellen die Beschäftigten Betonstahlmatten und Listenmatten für die Bauindustrie her. Im kleineren Werk in Trier werden ebenfalls Betonstahlmatten und Betonstahl in Ringen und Stäben gefertigt. Sie gehören zur Riva-Tochter Hennigsdorfer Elektrostahlwerke GmbH (H.E.S.) in Brandenburg. Der Streik hat am 11. Juni begonnen.

Inzwischen seien durch den Ausstand Umsatzverluste in Millionenhöhe entstanden, sagte Georg. Die Gewerkschaft zahle Streikgeld und gleiche den verbleibenden Fehlbetrag zum Lohn aus einem Solidaritätskonto aus.

Die rheinland-pfälzische Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) nahm Mitte August an einer Kundgebung der IG Metall teil und kritisierte auf Twitter, dass Riva weder einen Kompromiss noch eine Schlichtung akzeptiere. Sie erwarte von Riva eine Rückkehr an den Verhandlungstisch «im Sinne einer echten Sozialpartnerschaft».

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