Lokalo-Interview mit Yannick Lauer – Vom FSV Tarforst in die 3. Luxemburgische Liga

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TRIER. Yannick Lauer wechselte im Sommer vom FSV Tarforst nach Luxemburg zum CS Grevenmacher in die 3. Luxemburgische Liga. Im Lokalo-Interview spricht der 22-jährige Trierer über seine neue sportliche Herausforderung im Großherzogtum und gibt interessante Eindrücke von seinen ersten Monaten beim Traditionsverein CS Grevenmacher.

Yannick, im Sommer hast du den Schritt gewagt und bist vom FSV Tarforst zum CS Grevenmacher in die 3. Luxemburgische Liga gewechselt. Was hat dich dazu bewegt den Schritt weg aus Tarforst zu wagen und wie haben dich der Verein und die neuen Kollegen aufgenommen?

YANNICK: Es gab im Vorfeld gute Verhandlungen und interessante Gespräche mit dem CS Grevenmacher – ich hatte Lust auf etwas Neues. Die Ziele und Herausforderungen des CSG haben mich sehr angesprochen. Das Gesamtkonzept hat einfach gepasst und mich überzeugt. Da der CSG jahrelang die Nummer 1 im Lande war, wollte ich nicht länger zögern und habe schließlich einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben.

Ich wurde wirklich freundlich vom Verein empfangen und meine neuen Fußballkollegen haben mich offen und herzlich in das Team aufgenommen. Im Training wird hauptsächlich Französisch gesprochen. Anfangs hatte ich noch etwas Schwierigkeiten damit, aber so langsam verstehe ich die Ansagen des Trainerteams. Hilfestellung bekomme ich dabei auch von einzelnen luxemburgischen Spielern die Deutsch sprechen können und die Trainingseinheiten dolmetschen. Ebenfalls steht mir ein Betreuer zur Verfügung der die komplexeren Einheiten auch auf Deutsch erklärt. Ich bin sehr glücklich hier zu sein und werde alles geben um der Mannschaft zu helfen.

Wie kommst du mit der Herausforderung „Profifußball“ klar, wie sieht der Trainingsplan aus und was hat sich für dich persönlich durch den Wechsel verändert?

YANNICK: Ich würde mich nicht direkt als „Profifußballer“ betiteln aber der CSG ist ein leistungsstarker Verein, der auch schon vor acht Jahren international in der Europa-League Quali vertreten war. Das Ziel in die 2. Liga aufzusteigen, möchte ich unbedingt erreichen.

Die Vorbereitung war sehr hart. Es wurde viel Wert auf Taktik und Kondition gelegt. Wir hatten fast jeden Tag Training, ab und zu auch zwei Einheiten am Tag. Aber das gehört eben dazu. Unser Ziel ist es wieder hoch zu kommen, wo der CSG hingehört und dies klappt letztendlich nur mit harter Arbeit.

Mit dem FSV hast du bereits Erfahrung in der Rheinlandliga gesammelt – Wie würdest du die neue Liga allgemein einordnen?

YANNICK: Der luxemburgische Fußball wird immer präsenter und es werden aus verschiedenen Ländern Profispieler verpflichtet. Beispielsweise Dudelange, die es letztes Jahr in die Gruppenphase der Europa League geschafft haben. Die 3. Liga ist momentan vergleichbar mit der Rheinlandliga in Deutschland.

Grevenmacher kann auf eine lange und erfolgreiche Historie zurückblicken. So spielte der Verein in der Vergangenheit bereits international und konnte 2003 sogar den Meistertitel sichern. Was sind eure Ziele für die aktuelle Saison – wie gut siehst du euch aufgestellt?

YANNICK: Wie eben schon erwähnt, ist es unser Ziel in die 2. Liga aufzusteigen. Mit unserem aktuellen Kader, bin ich zu 100 Prozent überzeugt dieses Ziel auch zu erreichen. Wir haben neben mir auch weitere starke Spieler verpflichtet und jeder wird alles dafür geben, den Aufstieg zu erreichen.

Wie viele Zuschauer besuchen eure Heimspiele? Gibt es in Grevenmacher eine Ultra-Szene?

Yannick: Mein erstes Heimspiel war Samstag vor einer Woche. Es war eine super Stimmung im Stadion, vor allem durch unsere Ultras, auch UMM genannt, welche uns 90 Minuten lang lautstark unterstützt haben. Durch den spürbaren Support, haben wir erfolgreich die ersten 3 Punkte ergattert.

Hand aufs Herz: Was vermisst du am meisten aus deiner Zeit in Tarforst? Das Stubbi nach dem Training? 😉

Yannick: Der FSV hat mich fußballerisch weiterentwickelt und geprägt. Ich habe dort fast meine komplette Jugendzeit verbracht und gute Freunde gefunden. Ich hatte in Tarforst eine tolle Zeit, für welche ich sehr dankbar bin. Natürlich vermisse ich manche Mitspieler im Training, aber so ist es eben im Fußball. Der Kontakt ist trotz meines Wechsels natürlich weiterhin vorhanden.

Beim FSV gab es ein Stubbi und jetzt beim CSG ein portugiesisches Bier :).

Yannick, vielen vielen Dank für das Interview, deine offenen Antworten und die tollen Eindrücke.

Yannick: Sehr gerne, hat Spaß gemacht.

Das Interview führte Sebastian Schmitz

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