Tierseuchen und Unwetter – Bauern und Winzer fordern Risikomanagement

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Eine Getreideähre ist vor Regenwolken zu sehen. Foto: Peter Steffen/Archivbild

RLP. Tierseuchen und Unwetter stellen die Bauern und Winzer in Rheinland-Pfalz vor große Herausforderungen – nun fordern sie den Aufbau eines Risikomanagements.

Einbußen wie in den letzten Jahren können die Betriebe auf Dauer nicht überleben, sagte der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, am Montag beim Landesbauerntag in Koblenz. Versicherungen gegen Extremwetter seien aber teuer und unrentabel. Horper forderte deshalb eine staatliche Bezuschussung der Beiträge.

Die Bauern seien es leid, immer nur als Täter und nicht auch als Opfer des Klimawandels angesehen zu werden, sagte Horper in seiner Eröffnungsrede. Die Landwirte seien vielmehr ein bedeutender Teil der Lösung und nicht nur des Problems. Eine Bezuschussung der Prämien ist Horper zufolge effektiver und unbürokratischer als staatliche Hilfen im Katastrophenfall. Eine solche Lösung dürfe aber nicht zu Kürzungen anderer Mittel führen. Angesichts der Marktsituationen würde dies die wirtschaftliche Bedrängnis der Betriebe weiter verschärfen.

Die Landwirte setzten sich auf dem dritten Landesbauerntag des Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau mit den Folgen des Klimawandels und den dadurch immer häufiger auftretenden Extremwetterereignissen auseinander. Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie sich Betriebe besser gegen den Krisenfall aufstellen können. Auch in diesem Jahr hatte das Wetter den Bauern durch große Trockenheit das Leben teils schwer gemacht. So wurde etwa beim Winterweizen mit einer unterdurchschnittlichen Ernte gerechnet.

2 KOMMENTARE

  1. Oh ich kann es nicht mehr hören. Es ist eine Frechheit, dass man Winzer mit Bauern gleichsetzt. Allein die Förderung der Winzer, die keine Lebensmittel anbauen, Trauben die in unserer Gegend angebaut werden sind explizit für den Verzehr gesperrt, weil diese so belastet sind, dass man diese ohne gesundheitlich Schaden nicht essen kann.
    Winzer bauen lediglich eine Droge an, nämlich Alkohol. Zum größten Teil auch noch für Lidl und andere Billiganbieter zum Preis von unter 2 €. Warum der Berufsstand immer noch dieses hohe Ansehen genießt und einen Freibrief für die Verunreinigung unserer Böden und die Senkung des Grundwassers erhält ist schleierhaft.
    Fördert endlich die Bauern zumindest wie die Winzer, denn die bauen Essen an. Warum erhalten Winzer in der Verbandsgemeinde Schweich kostenfreies Wasser zum Spritzen der Böden, zum Ausspülen Ihrer Keller, füllen Ihrer Unterwassertanks und füllen Ihrer privaten Pools, der private Verbraucher wird hier zur Kasse gebeten und der Wasserklau der Winzer wird mit Wissen geduldet. Da kann von Trockenheit überhaupt keine Rede sein. Hier werden Lastwagenladungen auf Kosten der Allgemeinheit an private neu angepflanzte Weinberge geschüttet. Alles mit Wissen der Verbandsgemeinde Schweich.
    Zusätzlich gewährt man Ihnen auch noch kräftige Fördermittel der EU. Arbeitsplätze werden hier keine geschaffen. Hier werden Rumänen unter Mindestlohn gehalten. Für Essen und Wohnung wird dann auch noch kräftig abkassiert. Was ist los in der Region?
    Winzer sind keine Bauern!

  2. Ich kann es nicht mehr hören, ich ertrage dieses Bauerngejammere nicht mehr welche leider vom Steuerzahler subventioniert werden, z.T. dann ihre Erträge mit subventioniertem Geld nach Asien abführen. Ein Megamarkt an Überproduktion mit z.T. Vernichtung von Lebensmitteln um Preise zu treiben. Hier herrscht keine Marktwirtschaft, liebe Bauern ihr müsst weiter sterben um im Markt und Wettbewerb anzukommen

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