10 Jahre Glühlampenverbot: Was hat es gebracht?

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Bildquelle: pixabay

Das Glühlampenverbot vor zehn Jahren war ein voller Erfolg. Mittlerweile sind moderne LED-Leuchten zum Standard geworden. 
 
Vor etwa zehn Jahren setzte die Europäische Union europaweit das Glühlampenverbot um. Eine Epoche von gut 130 Jahren, die mit der Anmeldung eines Patentes von Thomas Edison in den USA und Joseph Swan in Großbritannien begann, fand mit dem Verbot ein ziemlich jähes Ende. 
 
Die Ruhe nach dem Sturm 
 
Kritik seitens der Industrie, dass nur etwa 1,5 % des Gesamt-Stromverbrauchs auf Glühlampen zurückzuführen sei, ließ nicht lange auf sich warten. 
 
Die EU „schieße mit Kanonen auf Spatzen“ hieß es damals. Seitens der Verbraucher offenbarten sich Ängste, die neue Generation von Lampen könnten Krebs und viele andere Krankheiten auslösen. 
 
Sie reagierten mit regelrechten Hamsterkäufen und so manch einer hat noch heute einen Vorrat alter Glühbirnen in der Garage zu stehen. Mittlerweile hat es eine ganz neue Generation an LED-Leuchten in die Haushalte geschafft. Bei glühbirne.de gibt es die neuesten Lichtsysteme und Leuchten. 
 
Eine Dekade nach dem Inkrafttreten des Glühlampenverbots ist die Frage mehr als berechtigt, was das Verbot hinsichtlich der Energieeinsparung tatsächlich gebracht hat. 
 
Tatsächlich eine Erfolgsgeschichte 
 
Der Plan war mit dem Verbot der Glühlampen europaweit 30 % Strom bei der Beleuchtung in privaten Haushalten einzusparen. Hinzu kommen die Einsparungen in Gewerbe und Industrie. In Deutschland ist das Ziel weitgehend erreicht worden. Allein in den Jahren 2008 bis 2015 ist der Verbrauch für die Haushaltsbeleuchtung um 12,2 Terrawattstunden auf 9,3 Terrawattstunden und damit um knapp 24 % zurückgegangen. Die heute schon mehrheitlich eingesetzten LED-Lampen haben insgesamt ein theoretisches Einsparpotential von bis zu 70 %, sodass aufgrund der noch andauernden Umstellung bis zum Jahr 2020 weitere Einsparungen zu erwarten sind. 
 
Europaweit zeigt sich ein ähnliches Bild. Es gibt im Handel praktisch keine Glühbirnen mehr zu kaufen. Insgesamt ist ein Minderverbrauch zu verzeichnen, der in etwa der Größenordnung Rumäniens entspricht, wie den Zahlen den Bundesumweltamtes zu entnehmen ist. 
 
LED-Leuchten sind der neue Standard 
 
Neben dem hohen einsparpotential haben LED-lampen den Vorteil, dass sie kein Quecksilber enthalten, wie die zwischenzeitlich oft verwendeten Kontaktleuchtstofflampen und Halogenlampen, die ebenfalls verboten wurden. Die neuen LED-Leuchten sind daher mittlerweile zum Standard in den Haushalten geworden. Individuelle Lichtsysteme gehören heute zum Lifestyle. Bis alle Haushalte europaweit komplett „umgerüstet“ sind wird es jedoch noch eine Weile dauern. 
 
Mittlerweile gibt es auch erhebliche Fortschritte bei den verfügbaren Farbtönen. Die Verbraucher wollen ein „warmes“ Licht haben, nicht das grelle „metallische“ Licht, was in der Vergangenheit viele davon abhielt, auf LED umzustellen. Mit den neuesten Lichtsystemen und leuchten können Verbraucher hingegen die Farbtöne der Beleuchtung individuell einstellen. 
 
LED-Leuchten bieten viel mehr Einsatzmöglichkeiten 
 
Die neue Generation von LED-Leuchten kann nicht zur zum bloßen „Aufhellen“ der Wohnung genutzt werden. Leuchtbänder können zum Beispiel auch als Hintergrundbeleuchtung eingesetzt werden. Vom Handy aus zu steuernde Lichtsysteme bringen die Verbraucher auch auf die Idee ihr Heim mit wesentlich mehr Leuchten auszustatten und je nach Stimmungslage den entsprechenden Farbton in den Räumen einzustellen. 
 
Das ist einerseits eine Innovation zum Nutzen der Verbraucher. Andererseits wird durch die zusätzliche Anzahl der Leuchten wiederum etwas mehr Licht „produziert“. Die Zunahme der Lichterzeugung, ist jedoch nicht gleichzusetzen mit einem Anstieg des Stromverbrauches.  Durch das hohe Einsparpotential der LED-Leuchten bleiben die positiven Effekte nach der Abschaffung der Glühbirnen weitestgehend erhalten.

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