Ministerin: Ich will wieder mehr als eine Million Saarländer

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Besucher stehen auf einem Aussichtsturm oberhalb der Saarschleife. Foto: Oliver Dietze/Archiv

PÜTTLINGEN. Mit attraktiven Angeboten will die stellvertretende saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) den Bevölkerungsrückgang im Saarland stoppen. «Ich will, dass wir wieder über eine Million Saarländerinnen und Saarländer werden», sagte sie bei einer Klausur von SPD-Landesvorstand und Landtagsfraktion am Samstag in Püttlingen.

Seit 1991 habe das Saarland mehr als 70 000 Einwohner verloren, auch die Abwanderung schwäche das Land. Nach Angaben des Statistischen Amtes leben derzeit knapp 990 000 Menschen an der Saar. Von 1956 bis 2010 lag deren Zahl stets über einer Million.

Das Saarland wolle «ein einladendes Land» sein – für Menschen aus anderen Bundesländern und Fachkräfte aus dem Ausland: «Wir brauchen gesteuerte Zuwanderung für die Zukunft unseres Bundeslandes», sagte Rehlinger, die auch SPD-Landesvorsitzende ist. Denkbar für Zugezogene seien landesweite Willkommenspakete, Gutscheine oder Willkommensboni.

Um «Landeskinder» nach Ausbildung oder Studium im Land zu halten, sollte eine Agentur an Saar-Hochschulen geschaffen werden, die Kontakte zu saarländischen Arbeitgebern herstelle. Zudem sollten eine Wohnraumoffensive gestartet und der Nahverkehr im ländlichen Raum ausgebaut werden.

Als weitere Schwerpunkte der künftigen Landespolitik nannte sie mehr Investitionen, eine Modernisierungsoffensive für die Saar-Wirtschaft, den Klimaschutz und die Digitalisierung. Anlass für die Überlegungen war die Halbzeit der Saar-Regierungskoalition von CDU und SPD.

1 KOMMENTAR

  1. Ich bin 2007 aus dem Saarland nach Trier gezogen. Das Saarland ist total unattraktiv.
    Vor allem Beruflich hatte ich hier gleich Erfolg.
    Und wenn ich daran denke, das man für jedes Kind Kitagebühren zahlt, kann ich nur den Kopf schütteln über die Wünsche dieser Ministerpräsidentin.
    Darüber hinaus braucht man im Saarland fast immer das Auto, weil nichts in der Nähe ist.
    Es sei denn, man wohnt in der hässlichsten Stadt Deutschlands. Saarbrücken :-/

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