Zusätzliche Anreize fürs Aufsteigen – Brüderkrankenhaus kooperiert mit Freiburger Unternehmen JobRad

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Auf zwei Rädern in die Gänge kommen: Der Hausobere Markus Leineweber und sein Stellvertreter Michael Molitor starteten gemeinsam mit der MAV-Vorsitzenden Petra Nievelstein und Intensiv-Fachpfleger David Hortian die JobRad-Kooperation des Brüderkrankenhauses. Foto: Brüderkrankenhaus Trier

TRIER. Sich gesund und umweltfreundlich auf den Weg zur Arbeit machen – für viele Beschäftigte des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier ist das längst Alltag. Nun gibt es zusätzliche Anreize, aufzusteigen oder umzusatteln: Dank einer Kooperation mit dem Freiburger Unternehmen JobRad können die Mitarbeiter des Brüderkrankenhauses künftig ein Zweirad leasen und sich hierbei nicht nur das Fahrrad, sondern auch den Händler aussuchen.

David Hortian fährt bei Wind und Wetter, und das schon seit Jahren. Täglich legt er die Strecke von seinem Heimatort Pfalzel bis ins Brüderkrankenhaus auf zwei Rädern zurück. Der Intensiv-Fachpfleger kommt so je nach Route auf 15 bis 18 Kilometer, die er jeden Tag in die Pedale tritt; macht um die 3.000 Kilometer im Jahr. Hortian radelt mit gutem Beispiel voran und rät deshalb aus Überzeugung zum Rad: „Dadurch, dass ich mit dem Fahrrad fahre, komme ich ausgeglichen zum Dienst und nach einem anstrengenden Arbeitstag auch wieder entspannt zuhause an“, berichtet er von seinen Erfahrungen. Hinzu komme für ihn der Faktor Zeitgewinn: „Mit dem Auto würde ich insbesondere in den Stoßzeiten rund 20 Minuten und mehr für die Fahrt zur Arbeit brauchen, und dann müsste ich mir noch einen Parkplatz auf dem Gelände suchen. Mit dem Fahrrad bin ich dagegen in maximal 15 Minuten an meinem Ziel.“

Das Ziel, mehr Kolleginnen und Kollegen zum Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu bewegen, treibe die Mitarbeitervertretung des Brüderkrankenhauses schon seit Jahren um, berichtet die MAV-Vorsitzende Petra Nievelstein. Ein Grund hierfür ist ein Dilemma, das sich in den vergangenen Jahren weiter verschärft hat: „Trotz erweitertem Parkraumangebot ist die Ressource Stellplatz auf unserem Gelände immer knapper geworden“, berichtet Petra Nievelstein. Das Brüderkrankenhaus beschäftigt aktuell rund 2.600 Mitarbeiter, von denen viele ihren Arbeitsweg aufgrund längerer Distanzen oder fehlender Alternativen in Form eines attraktiven Nahverkehrs mit dem Auto zurücklegen müssen.

Für jene jedoch, die bereits das Fahrrad nutzen oder die Strecke zu ihrem Arbeitsplatz grundsätzlich mit dem Zweirad bewältigen könnten, hat das Brüderkrankenhaus nun neue Anreize geschaffen. Möglich wird dies durch eine Kooperation mit dem Freiburger Unternehmen JobRad. Das Konzept: Mitarbeiter leasen über ihren Arbeitgeber ein Fahrrad über einen Zeitraum von drei Jahren. Die monatlichen Leasingraten werden vom Bruttolohn abgezogen, so ergibt sich eine steuerliche Entlastung für den Mitarbeiter. Wie hoch die monatliche Rate ausfällt, hängt von der Höhe des jeweiligen Bruttogehalts und dem Preis des geleasten Fahrrads ab; und wie hoch dieser ist, entscheiden die Nutzer selbst. Denn das JobRad-Konzept macht es möglich, beim Händler seiner Wahl ein Wunschvelo auszuwählen, vom City-Bike bis zum Pedelec; allein in Trier sind sieben Händler Partner von JobRad.

„Schon heute nutzen sehr viele unserer Mitarbeiter das Fahrrad für ihren Weg zum Brüderkrankenhaus, zum Teil legen sie dabei beachtliche Strecken zurück“, sagt Markus Leineweber, Hausoberer des Brüderkrankenhauses, und ergänzt: „Unser Ziel ist es, dass noch mehr Mitarbeiter diesem Beispiel folgen werden und damit nicht nur einen Beitrag für den Schutz von Klima und Umwelt leisten, sondern auch etwas für ihre eigene Gesundheit tun.“ Petra Nievelstein erhofft sich, „dass die Mitarbeitenden das JobRad-Angebot für sich gerne annehmen und somit bestätigen, dass es gut und richtig war, dass die MAV Zeit und Energie in die Umsetzung des Projektes investiert hat.“

Markus Leinewebers Stellvertreter als Hausoberer, Michael Molitor, ist optimistisch, dass dem so sein wird: „Die Nutzer sparen dank des Leasings nicht nur bis zu 40 Prozent des Kaufpreises, sie profitieren auch von zusätzlichen Angeboten wie einer Diebstahlversicherung, deren Kosten vom Arbeitgeber übernommen werden, oder der Möglichkeit einer regelmäßigen Inspektion gegen einen geringen Aufpreis“, nennt er weitere Details der Kooperation.

David Hortian muss von den Vorzügen des Fahrrads nicht mehr überzeugt werden, doch vom neuen Angebot seines Arbeitgebers ist er derart überzeugt, dass er auf ein neues Velo umsatteln wird. „Durch die Kooperation mit JobRad besteht nun für mich die Möglichkeit, ein Fahrrad zu haben, das immer auf dem neuesten Stand ist und bei Diebstahl abgesichert ist.“

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