Schlachtabfälle und Lkw-Reifen illegal in Natur abgeladen

Ein Förster findet an einem Waldparkplatz Hähnchen- und Rinderteile, ein Jäger auf einem Waldweg Altreifen. Für die verbotene Entsorgung drohen Bußgelder. Doch die Täter sind unbekannt.

0
Foto: Christophe Gateau / dpa-Archiv

MAINZ/WÖRTH. Mehrere Fälle von illegaler Müllentsorgung haben die Behörden in Rheinland-Pfalz beschäftigt.

In einem Fall entsorgten unbekannte Täter bei Mainz kiloweise Schlachtreste in der Natur. Es handele sich vor allem um Hähnchenteile, außerdem seien große Rinderknochen dabei, erklärte ein Sprecher der Kreisverwaltung Mainz-Bingen am Freitag. Fleisch und Knochen seien wiederholt im Laufe der Woche in der Nähe eines stark genutzten Waldparkplatzes gefunden worden.

Der Abfall habe in blauen Müllsäcken gesteckt. Ein Förster und sein Mitarbeiter hätten «mehr als einen Kubikmeter» Schlachtreste eingesammelt – was zulasten ihrer anderen Aufgaben gehe. «Eigentlich stecken sie mitten in den Arbeiten zur Bewältigung der Trockenschäden», erklärte der Sprecher.

Auch im Südosten von Rheinland-Pfalz sorgte illegal abgeladener Müll für Ärger. Ein Jäger habe in einem Wald bei Wörth am Rhein (Kreis Germersheim) 18 Lkw-Reifen und mehrere Keilriemen entdeckt, teilte die Polizei am Freitag mit. Der Abfall sei vermutlich mit einem Last- oder Pritschenwagen dorthin gebracht und auf einem Waldweg abgeladen worden. Der Jäger hatte die Fahrzeugteile am Donnerstag entdeckt. Hunderte Tonnen Abfall werden jedes Jahr in Rheinland-Pfalz illegal entsorgt. Tätern drohen Bußgelder bis zu 5000 Euro.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.