Altersvorsorge durch Aktienkauf sichern

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Mit der Antwort haben die Interviewer wohl nicht gerechnet: Finanzexperte Asoka Wöhrmann, der Chef der in Frankfurt sitzenden Vermögensverwaltung DWS, die für mehr als 660 Milliarden Euro verantwortlich ist, glaubt nicht mehr daran, dass er „deutlich höhere Zinsen“ erleben wird. Wöhrmann, gerade einmal 54 Jahre alt, geht somit davon aus, dass die Niedrigzinspolitik auch in den nächsten Jahrzehnten verfolgt werden wird.

Dass die US Notenbank Fed nun nach mehr als zehn Jahren den Leitzinssatz gesenkt hat, bestätigt natürlich die Meinung des Finanzexperten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Europäische Zentralbank (kurz: EZB), die schon seit Jahren eine konsequente Niedrigzins- bzw. Nullzinspolitik verfolgt, nun einen anderen Kurs einschlagen wird, ist ausgesprochen gering. Wer geglaubt hat, nach Mario Draghis Amtszeit werden bessere Zeiten für die Sparer anbrechen, wird wohl bald wieder auf den Boden der Tatsachen geholt werden.

Wer sein Erspartes gewinnbringend anlegen möchte, der sollte sich also unbedingt nach Alternativen umsehen. Denn zu glauben, dass man mit dem Sparbuch, Tages- oder Festgeld für das Alter vorsorgen kann, wäre ausgesprochen fatal. Eine interessante Alternative stellt der Aktienmarkt dar. Vor allem auch deshalb, weil Aktien nicht so gefährlich sind, wie das gerne verkauft wird. Befasst man sich mit ein paar bestimmten Fragen, so etwa, wie man Aktien kauft, in welche Gesellschaften man investieren soll und wie das Risiko reduziert werden kann, so stehen die Chancen sehr gut, dass das Investment zum Erfolg wird.

Niemals alles auf eine Karte setzen

Möchte man für das Alter vorsorgen, so ist es wichtig, in mehrere Unternehmen zu investieren, die sich in unterschiedlichen Ländern sowie Branchen befinden. Steckt man sein gesamtes Vermögen in die Automobilbranche, wobei diese dann über Jahre hinweg schwächelt, so wird man am Ende nur einen geringen Gewinn verbuchen können. Investiert man zudem nur in zwei oder drei Gesellschaften, wobei eine davon pleitegeht, so bricht gleich ein großer Teil der Anlagesumme weg – steckt man jedoch sein Geld in 20 Firmen, so verliert man gerade einmal 5 Prozent seiner Anlagesumme, sofern sich ein Unternehmen nicht wie gewünscht entwickelt.

Eine interessante Möglichkeit stellt ein sogenannter ETF dar. Dabei handelt es sich um einen börsengehandelten Fonds, in dem sich Aktien von zahlreichen Firmen befinden. Das heißt, der Anleger investiert in unzählige Gesellschaften, die sich in den unterschiedlichsten Ländern befinden und in diversen Branchen beheimatet sind. Jedoch gibt es auch spezielle ETFs, die sich auf bestimmte Branchen spezialisiert haben – so investiert man bei einem Technologie-ETF vorwiegend in Technologie-Unternehmen.

Natürlich sollte man auch in Trends investieren. Das heißt, man sollte sich heutzutage vorwiegend mit den Themen Digitalisierung, umweltfreundliche Energie-Erzeugung, Automatisierung sowie den immer sparsamer werdenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen befassen.

Langer Anlagehorizont sorgt für attraktive Renditen

Wer sein Geld in den Aktienmarkt stecken will, der sollte aber sehr wohl auch wissen, wie Aktien funktionieren. Wer Aktien erwirbt, der wird automatisch zum Miteigentümer der Gesellschaft. Erwirtschaftet das Unternehmen einen Gewinn, so wird der Miteigentümer daran beteiligt – zudem hat der Aktionär auch ein Stimmrecht bei Hauptversammlungen. Jedoch gibt es auch das Risiko, dass der Aktionär einen Totalverlust erleidet, wenn die Firma pleitegeht. Investiert man jedoch in namhafte Unternehmen, so ist die Wahrscheinlichkeit ausgesprochen gering, dass die Anlagesumme zu 100 Prozent verloren wird.

Schwankungen gehören natürlich dazu. Einmal geht es nach oben, dann wieder nach unten. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass man bei einem Aktieninvestment einen langfristigen Anlagehorizont verfolgt. Wer schon in jungen Jahren für das Rentenalter vorsorgt, befindet sich hier auf der Überholspur. Diverse Statistiken haben nämlich eindrucksvoll gezeigt, dass man mit Aktien durchaus hohe Gewinne erzielen kann, sofern diese für einen langen Zeitraum gehalten werden – einerseits aufgrund der Wertsteigerung, andererseits wegen der Dividenden, also der Gewinnbeteiligungen.

Die beste Alternative


Wer für das Rentenalter vorsorgen will, der sollte sich endgültig vom Sparbuch oder Tagesgeld verabschieden. Derartige Finanzprodukte sind aufgrund der Niedrigzinspolitik absolut unattraktiv geworden.

Möchte man gewinnbringend investieren, so stellt der Aktienmarkt die wohl beste Alternative dar.

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