Ausgaben für Sozialhilfe erneut gestiegen

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Symbolbild. Foto: dpa-Archiv

RLP. Die Ausgaben für Sozialhilfe in Rheinland-Pfalz steigen seit zehn Jahren kontinuierlich. 2018 sind sie im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf mehr als 1,2 Milliarden Euro geklettert. Im Zehn-Jahres-Vergleich betrug das Plus sogar 55,0 Prozent, wie der Sprecher des Statistischen Landesamtes, Jürgen Hammerl, am Donnerstag in Bad Ems mitteilte.

Rechnerisch gesehen kamen damit auf jeden Einwohner Ausgaben in Höhe von 303 Euro, nach 293 Euro im Jahr 2017. In den kreisfreien Städten waren die Leistungen 2018 höher (363 Euro) als in den Kreisen (277 Euro).

Mit dem Geld sollen die Folgen von Behinderungen, gesundheitlichen und altersbedingten Einschränkungen abgemildert werden. Zudem trägt es etwa dazu bei, den Bedarf an Ernährung und persönlichen Bedürfnissen des täglichen Lebens zu decken.

Den größten Posten machte mit rund 972 Millionen Euro erneut die Eingliederungshilfe für Behinderte aus. Fast 79 Prozent der Sozialhilfeausgaben und damit 5,9 Prozent mehr als im Vorjahr wurden dafür ausgegeben.

Die Unterstützung Pflegebedürftiger war zwar die zweithöchste Ausgabe. Die 164 Millionen Euro lagen die Ausgaben aber um sechs Prozent unter dem Vorjahresniveau. Als Grund nannten die Statistiker die Pflegestärkungsgesetze, nach denen mehr Leistungen von den Pflegeversicherungen übernommen werden.

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