Reisende angebettelt: Bundepolizei nimmt mehrfach Gesuchten am Haupbahnhof Trier fest

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Der Trierer Hauptbahnhof. Foto: Berthold Werner | Wikipedia

TRIER. Am Mittwochnachmittag fiel einer Streife der Bundespolizeiinspektion Trier am Hauptbahnhof ein Mann auf, der Reisende aggressiv anbettelte. Der Mann wurde auf sein Verhalten angesprochen und aufgefordert sich auszuweisen. Er konnte lediglich eine Ankunftskarte der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier vorlegen.

Auf Nachfrage bei der ausstellenden Behörde war der bosnisch-herzegowinische Staatsangehörige, nach Ablehnung seines Asylantrages, vor über zwei Monaten untergetaucht. Da er über keinen gültigen Aufenthaltstitel verfügte, lag der Verdacht des unerlaubten Aufenthalts vor. Weiterhin brachte die Überprüfung seiner Personalien fünf Fahndungsnotierungen hervor. So suchte ihn die Staatsanwaltschaft Trier mit zwei Vollstreckungshaftbefehlen wegen Körperverletzung und Beleidigung. Von der Staatsanwaltschaft Mannheim lag ein Vollstreckungshaftbefehl wegen Erschleichen von Leistungen vor.

Auch die Staatsanwaltschaft Landau, sowie das Ausländeramt Trier-Saarburg interessierten sich, aufgrund eines Diebstahls bzw. eines Verstoßes gegen das Asylgesetz für den aktuellen Aufenthaltsort des Mannes. Aus den drei Vollstreckungshaftbefehlen ging hervor, dass der junge Mann insgesamt 1700 EUR und 224 EUR Kosten bezahlen sollte. Da er diesen Betrag nicht entrichten konnte, lieferten ihn die Bundespolizisten, zur Verbüßung von insgesamt 100 Tagen Freiheitsstrafe in die JVA Trier ein.

6 KOMMENTARE

  1. Wird der abgelehnte Asylbewerber nach Verbüßung der Haftstrafe in seine Heimat abgeschoben? Wird dann endlich geltendes Recht durchgesetzt?

    • Ja, davon können Sie ausgehen. Ich persönlich finde diese Inhaftnahme für 100 Tage übrigens gar nicht sinnvoll (Haftkosten ca. 110 Euro/Tag). Sinnvoller wäre es, sofort abzuschieben, sofern kein absolutes Abschiedehinernis besteht. Das Geld könnte man zur Verbesserung der Situation ehrlicher Menschen aufwenden.

  2. Am Trierer Hauptbahnhof fühle ich mich als wäre ich nicht mehr in Deutschland. wenn man mal Sehnsucht nach südlichen Gefilden hat, z.B. Türkei, Marokko, Syrien usw. der kann das Feeling am Hauptbahnhof sofort haben.

  3. Wenn man die Bevölkerung dazu bringen will die Umweltfreundliche Bahn vermehrt zu nutzen , sollte man vor allem mal dafür sorgen das man die teils die asozialen Zustände auf und um den Bahnhöfen in den Griff kriegt!
    Leider sind Bahnhöfe in Deutschland immer noch Anziehungspunkte für Diebesbanden , Drogendealer und Konsumenten , Randalierer und allerlei weiteres Volk das nichts gutes im Sinn hat .
    Grund genug jedenfalls für mich die Bahn eher selten bis garnicht zu benutzen .

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