Zum Start des Ausbildungsjahrs: Noch 430 freie Plätze bei Trierer Firmen

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Foto: dpa-Archiv

TRIER. Azubis gesucht: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres gibt es in Trier aktuell 430 freie Ausbildungsplätze. Damit ist noch ein Drittel aller gemeldeten Lehrstellen unbesetzt. In ganz Rheinland-Pfalz haben Unternehmen noch rund 10.300 Plätze zu vergeben, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mitteilt.

Die NGG beruft sich dabei auf neueste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Gewerkschafter Klaus Schu appelliert an Schulabgänger, sich auch in der Ernährungsbranche umzusehen: „Vom Milchtechnologen über den Brauer bis zur Chemielaborantin – die Lebensmittelindustrie bietet hochtechnische Berufe bei überdurchschnittlicher Bezahlung.“ Trierer Firmen haben jetzt noch 26 freie Plätze für künftige Experten rund ums Essen und Trinken zu vergeben. In ganz Rheinland-Pfalz zählt die Branche laut Arbeitsagentur noch rund 650 offene Azubi-Stellen.

Die Ernährungsindustrie ist der viertgrößte Industriezweig in Deutschland – und mit rund 500 Beschäftigten allein in Trier ein „wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region“, so Schu. Nach Einschätzung des NGG-Geschäftsführers dürften gelernte Fachleute künftig kaum Probleme haben, hier eine passende Stelle zu finden. „Gefragt ist insbesondere die Fachkraft für Lebensmitteltechnik. Wer das lernt, hat nach der Ausbildung einen soliden Titel in der Hand. Je nach Betrieb können Gesellen eine Spezialisierung etwa für Getränke, Brot- oder Tiefkühlwaren draufsatteln und es bis zum Industriemeister bringen“, erklärt Schu.

Aber Lebensmitteltechniker seien nicht nur „Experten für Brause, Backfisch oder Bonbons“. Die Digitalisierung schreite in ihrem Berufsfeld so schnell voran wie in kaum einer anderen Branche. „Künstliche Intelligenz ist in der Ernährungsindustrie längst angekommen und steuert zum Beispiel Abläufe in der Lagerlogistik. Das macht die Jobs nicht nur für Mechatroniker und Computerspezialisten interessant. Die neuen Technologien bieten ganz neue Möglichkeiten – vom Ausprobieren neuer Rezepte bis hin zur App-basierten Kommunikation mit dem Verbraucher“, so Klaus Schu.

Weitere Infos rund um Berufe in der Ernährungsindustrie und offene Ausbildungsplätze vor Ort gibt es auf der „Azubi-Börse“ der Arbeitsagentur: www.berufenet.arbeitsagentur.de

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