Verfolgungsjagd durch Trier-Nord: Fünf Streifenwagen können BMW nicht stoppen!

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Foto: Patrick Seeger / dpa-Archiv

TRIER. Am heutigen Samstagmorgen, gegen 9.50 Uhr, beabsichtigte ein Streifenteam der Polizeiinspektion Trier, einen silbernen / grauen BMW Coupé 430d in der Rudolf-Diesel-Straße zu kontrollieren, der diesen entgegenkam. Als der Streifenwagen wendete, flüchtete das Fahrzeug jedoch mit hoher Geschwindigkeit zunächst über die Metternichstraße in Richtung der Loebstraße. Von hier aus ging die Flucht in Richtung Trier-Nord.

Mehrmals überholte der BMW dabei sehr riskant trotz Gegenverkehrs. In der Herzogenbuscher Straße, Einmündung Thyrsusstraße musste ein roter Kleinwagen stark abbremsen, um eine Kollision zu verhindern.

Der PKW-Fahrer nutzte mehrfach die Gegenspur, auch in Höhe von Verkehrsinseln, Bushaltestellen sowie den Gehweg, um weiterhin flüchten zu können. Weiterhin ging die Fahrt durch die Zeughausstraße über die Zurmaiener Straße in Richtung Autobahn. Mehrere rote Ampeln wurden nicht beachtet. Auch hier musste ein dunkler PKW stark abbremsen, um ein Kollision zu verhindern. Anschließend flüchtete der Mann über das Hospitalsfeld wiederum in Richtung Herzogenbuscher Straße. Dort fuhr er unmittelbar auf einen Streifenwagen zu, der ausweichen musste und flüchtete in Richtung Ruwer. Innerhalb der Ortslage verlor sich die Spur und der Flüchtende konnte nicht mehr gesichtet werden.

Der Flüchtende fuhr über die gesamte Strecke ohne Rücksicht auf Verluste mit hoher Geschwindigkeit.

Insgesamt waren fünf Funkstreifenwagen der Polizeiinspektionen Trier und Schweich im Einsatz. An mehreren Örtlichkeiten musste die Verfolgung aufgrund der gefährlichen Fahrweise des Fahrers des BMW und der damit verbundenen Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer durch das jeweilige Streifenteam abgebrochen werden.

Ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs wurde eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.

21 KOMMENTARE

  1. Was lernen wir daraus?
    Mit ausreichend PS und genug Dreistigkeit kann man sich in diesem Land alles erlauben. Falls überhaupt wird irgendwann über das Kennzeichen der Halter ermittelt und das Auto gefunden. Zu dem Zeitpunkt weiß natürlich niemand wer das Auto gefahren hat. Eventuell vorhandene Drogen oder Diebesgut sind weg und damit niemandem irgendwas nachweisbar.
    Aber vielleicht haben sie ja noch Glück und der Fahrer wurde unterwegs geblitzt. Wobei das um die Uhrzeit auch eher unwahrscheinlich sein dürfte.

  2. Als der flüchtende unmittelbar auf die Polizei zufuhr, warum hat die Streife dann nicht draufgehalten und einen Frontalcrash in Kauf genommen um den Pkw zu stoppen?

    Wenn jemand so fährt, was denkt ihr hat der Dreck am stecken um sowas zu riskieren?

    Evtl panzerfaust auf der Rückbank, Leiche im Kofferraum etc…

    Und dann wundern wenn irgendwo n Polizeibekannter n Attentat verübt…

    • Aber sicher doch, die Polizei soll sich den Ar… aufreißen, um die Verfehlungen der Politik aufzufangen und wieder auszugleichen. Als Polizist würde ich mir auch nicht meine Aufklärungsquote bei solchen Vorfällen erhöhen wollen für die nächste Beförderung, lieber bei anderen Gelegenheiten wie z. B. bei Kifferkontrollen, GEZ-Vollstreckung bei deiner Oma oder ähnlicher weniger wehrhaften Beute.
      Den Amokfahrer kann man verstehen. Käme ich selbst gerade von einer türkischen Hochzeitsfeier, würde ich auch ungehalten reagieren, wenn die Kartoffel- und Köterrasse meinen BMW anzuhalten versucht.

  3. Der wäre uns fast frontal ins Auto gefahren 😡. Kreuzung Paulinstraße/ Herzogenbuscher Straße . Schade das sie die Schweine nicht bekommen haben !!!

  4. Wieso wurde kein Hubschrauber angefordert? Wie kann es sein dass man in einem Arschkaff wie Ruwer die Spur eines Fahrzeugs verliert? Soviele Möglichkeiten weiterzuflüchten gibts da ja nicht. Wieso haben die Polizisten nciht sofort die Verfolgung abgebrochen, als klar war dass andere Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden? Grob fahrlässig ist das.

  5. Gerade in den beengten Straßen und bei der gemeingefährlichen Fahrweise der Typen hätte die Polizei das Fahrzeug auch mit Gewalt stoppen müssen und können…stattdessen lassen mehrere Streifenwagen den tatsächlich abhauen. Ihr Pfeifen!

    • Ich weiß!! Ich liebe es, hier in meinem bequemen Sessel zu sitzen und die schöne Gewissheit zu haben, dass wir es besser wissen!

    • Das würde ich als Polizist/in aber nun nicht gerade machen sonst zeigt mich der Fluchtfahrer noch wegen Behinderung im Straßenverkehr und gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr an. Dann müsste ich sicher Busgeld bezahlen…

  6. Sind in Deutschland die Techniken zum Stoppen eines „Problem-Fahrers“ bei hoher Geschindigkeit eigentlich Bestandteil der Polizei-Ausbildung oder berufsbegleitender Schulungen? Ansonsten bleibt den Beamten nämlich nicht viel mehr übrig als ein Mix aus „Hinterherfahren, Beobachten, Eskalationsvermeidung und GANZ FESTE HOFFEN“…

    • Offensichtlich nicht, wenn fünf Autos und zehn Staatsdiener nicht fähig waren einen einzelnen Flüchtigen zu stoppen.
      Gut, da ist der Anspruch halt auch etwas höher als beim täglichen Blitzer bewachen. So lange das aber noch gut funktioniert ist ja alles in bester Ordnung.

  7. Das Auto in einem Moment in dem keine anderen gefährdet werden in die Reifen schiessen. Entweder überschlägt sichs dann oder kommt von der Fahrbahn ab.
    Anschliessend vorsichtshalber das Auto mit Kugeln durchsieben, nach jedem Schuss an eine andere Stelle zielen um sicher zu gehen dass der gesamte Innenraum bestrichen wird, damit ganz sicher alle ausser Gefecht gesetzt werden.
    Magazin wechseln, ein Polizist sichert, die anderen gehen ran, wenn sich was bewegt sofort feuern.
    Sobald keine Gegenwehr mehr erfolgt feststellen um wen es sich handelt.

    So läuft das.

    Im Übrigen bin ich der Meinung dass Marie Luise Dreyer uns anlügt.

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