In acht Jahren soll gepumpt werden – SWT zuversichtlich

    0

    TRIER/SCHWEICH. Ende Juni 2012 haben die Stadtwerke Trier (SWT) die Unterlagen zum Raumordnungsverfahren für das neue Pumpspeicherkraftwerk an der Mosel in der Verbandsgemeinde Schweich bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Koblenz eingereicht. „Wir rechnen damit, dass das Verfahren bis Ende 2012 abgeschlossen werden kann“, erklärte jetzt SWT-Projektleiter Rudolf Schöller.

    Im Vorfeld hatten die Stadtwerke gemeinsam mit beauftragten Fachbüros die mit den Trägern öffentlicher Belange abgesprochenen Gutachten und Studien erstellt. Bei dem Raumordnungsverfahren handelt es sich um ein Vorgutachten, das die raumbedeutsamen Auswirkungen eines Großprojekts unter überregionalen Gesichtspunkten prüft. Dies beinhaltet insbesondere Auswirkungen auf die Siedlungsstruktur, Land- und Forstwirtschaft, Erholungs- und Fremdenverkehr, Umwelt- und Naturschutz sowie Freiraumstruktur (Wiesentäler, Landschaftsschutzgebiete und ähnliches). Das Raumordnungsverfahren ist im Raumordnungsgesetz in Verbindung mit dem Landesplanungsgesetz vorgeschrieben. Es hat keine rechtliche Wirkung. Allerdings müssen die Erkenntnisse des Verfahrens bei allen nachfolgenden Genehmigungsverfahren als Maßstab berücksichtigt werden.

    Offenlegung zur Bürgerbeteiligung voraussichtlich im August

    Beim Raumordnungsverfahrens wird es auch eine Offenlegung der Unterlagen in der Verbandsgemeinde Schweich, den umliegenden Verbandsgemeinden sowie der Stadt Trier geben. Die Offenlegung erfolgt für vier Wochen, Stellungnahmen können bis zwei Wochen nach der Auslegungsfrist von jedem Interessierten bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, der SGD Nord in Koblenz, eingereicht werden. Die Bekanntmachung der Offenlegung erfolgt eine Woche im Voraus über die örtlichen Medien. Der genaue Zeitpunkt wird von den Verbandsgemeinden in Abstimmung mit der Genehmigungsbehörde festgelegt und erfolgt voraussichtlich im August 2012.

    Parallel zum Raumordnungsverfahren bereiten die Projektingenieure der SWT das Planfeststellungsverfahren vor, das Ende 2013 beginnen und 2015 abgeschlossen sein soll. 2016 könnten dann die Bauarbeiten beginnen. Läuft alles nach Plan, nimmt das Pumpspeicherkraftwerk 2020 den Betrieb auf.

    Am 19. Juni haben rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Ensch und der VG Schweich gemeinsam mit den Verantwortlichen bei der SWT die Trinkwassertalsperre in Nonnweiler besichtigt. Der Damm in Nonnweiler entspricht in seinen Dimensionen in etwa dem geplanten Damm zur Errichtung des Unterbeckens bei Ensch. Das Feedback der Teilnehmer war nach Angaben der SWT durchweg positiv.

    Am 28. Juli wird während des Festprogramms zum Enscher Weinfest für Interessierte eine geführte Wanderung zum geplanten Unterbecken des Pumpspeicherkraftwerks stattfinden. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Festplatz in Ensch. Darüber hinaus gibt es einen Informationsstand während des Weinfestes (27. bis 29. Juli).

    Bei allen Veranstaltungen stehen die Planer der SWT für die Fragen der Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Aktuelle Informationen gibt es auch rund um die Uhr im Internet unter www.swt.de/pumpspeicherkraftwerk. (red)

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here

    Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.