Vor allem gegen Tiere: Polizei nutzte rund 1400 Mal Waffe

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Foto: Arne Dedert / dpa-Archiv

MAINZ. Die Polizei in Rheinland-Pfalz hat im Jahr 2018 1391 Mal die Schusswaffe eingesetzt – vornehmlich gegen Tiere. Das teilte das Innenministerium in Mainz am Mittwoch mit. Im vergangenen Jahr nutzten Beamte demnach fünf Mal ihre Pistole gegen Menschen, dabei wurden vier verletzt und ein Mensch getötet. 2017 habe es 1398 Mal Schusswaffengebrauch gegeben.

Zum Vergleich: 2017 nutzten Beamte zwei Mal ihre Pistole gegen Menschen, dabei wurde niemand verletzt oder getötet. In 1385 Fällen wurde 2018 die Schusswaffe gegen Tiere eingesetzt, darunter entlaufene, gefährliche, kranke oder verletzte Tiere (2017: 1388).

Der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster zufolge schossen Polizisten bundesweit im Jahr 2018 seltener auf Menschen als im Jahr davor – nämlich 56 Mal. Für das Jahr 2017 hatte die Hochschule noch 75 Fälle von «Schusswaffengebrauch gegen Personen» gezählt.

Auch bei den Toten registrierten die Experten eine verringerte Zahl: Polizisten erschossen im vergangenen Jahr bundesweit 11 Menschen, 34 weitere wurden verletzt. Für das Jahr 2017 meldete die Hochschule 14 Tote und 39 Verletzte. Die Polizeigewerkschaften GdP und DPolG wiesen darauf hin, trotz zunehmender Gewalt gegen Polizisten griffen diese nicht häufiger zur Dienstwaffe.

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