Nach Cyberangriff: Neun von Elf Krankenhäusern wieder online

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Nach einer Cyberattacke sind die Server von neun der elf betroffenen Krankenhäuser des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Rheinland-Pfalz und im Saarland wieder am Netz. Auch die vier Altenheime im Saarland seien wieder angeschlossen, sagte der Geschäftsführer der DRK Trägergesellschaft Süd-West, Bernd Decker, am Freitag. Bis Montag sollen auch die noch fehlenden Krankenhäuser in Asbach und Bad Neuenahr-Ahrweiler angeschlossen werden.

Bei der Inbetriebnahme habe es keine weiteren Probleme gegeben, sagte Decker. Um möglichen Problemen zuvorzukommen, sei man schrittweise vorgegangen. «Wir haben erst das Krankenhausinformationsdienst in Betrieb genommen und dann die Subsysteme».

Als Reaktion auf den Hackerangriff hatte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Donnerstag einen Runden Tisch angekündigt. Es solle geklärt werden, wie in Krankenhäusern weiterhin die IT-Sicherheit gewährleistet werden könne. Auch der Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit in Rheinland-Pfalz, Dieter Kugelmann, äußerte sich am Freitag zu den Vorfällen. «Der aktuelle Vorfall belegt, wie verwundbar Krankenhäuser mit der Digitalisierung ihrer Abläufe werden und wie wichtig es deshalb ist, geeignete und wirksame Vorkehrungen zum Schutz der Patientendaten bereits präventiv zu ergreifen».

Der Angriff war am Sonntagmorgen bemerkt worden. Das komplette Netzwerk des Verbundes war von einer Schadsoftware befallen gewesen, die Server und Datenbanken kryptisch verschlüsselte. Diese Verschlüsselung wurde am Sonntagnachmittag gestoppt, wie die Trägergesellschaft mitteilte. Die Server waren aus Sicherheitsgründen vom Netz genommen worden.

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