Naturschützer beobachten wachsendes Engagement für Insekten

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Symbolbild // dpa (Pleul)

RLP. Immer mehr Stadtbewohner, Landwirte und Schulen wollen sich nach Einschätzung des BUND Rheinland-Pfalz für die Lebenswelt von Insekten und Vögeln engagieren. Viele wüssten aber nicht, wie, weil ihnen Informationen fehlten, sagte Jutta Schreiner vom Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) Rheinland-Pfalz, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Sie rupfen dann den Löwenzahn raus, pflanzen stattdessen Tulpen und meinen, sie hätten etwas Gutes getan.»

Statt für ihre Region typische Pflanzen kauften viele in torfhaltiger Erde mit Pflanzenschutzmitteln zu früh hochgezogene bunte Blühmischungen im Topf. «Das ist oft ein Giftcocktail für Bienen im ersten Jahr», sagte BUND-Projektkoordinatorin Schreiner.

Sie empfiehlt heimische Sträucher und Hecken wie Hainbuche, Weißdorn, Schlehe, Vogelbeere und Obstpflanzen. Küchenkräuter, Lavendel, Eisenhut, Rittersporn und Steckrosen im Garten oder auf dem Balkon zögen ebenfalls Insekten an. Geranien und Hortensien hätten dagegen – trotz ihrer großen Blüten – oft nur wenig Nektar. Pflegeleichtes Immergrün wie Kirschlorbeer sei für Insekten auch nicht attraktiv.

Ein wichtiges Angebot für Vögel in den immer dichter werdenden Städten seien sichere sowie regelmäßige gefüllte und gepflegte Tränken. «Das wird total unterschätzt.» Allerdings: «Keine Regentonne, wo die Vögel reinfallen und ersaufen», warnte sie.

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