25-Jähriger setzt eigenes Wohnhaus in Brand und verbarrikadiert sich

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SEK-Einsatz

SAARLOUIS. Am heutigen 10.07.19 wurde gegen 14.35 Uhr die Führungs- und Lagezentrale der Polizei von einer Zeugin darüber in Kenntnis gesetzt, dass sie an einem Anwesen in Wallerfangen eine Rauchentwicklung sehen könne.

Durch Feuerwehrkräfte des Löschbezirkes Wallerfangen, der Polizei Saarlouis und Einheiten den Spezialkräften der saarländischen Operativen Einheit (OpE) wurde das Wohnobjekt betreten, wobei dort der 25-jährige Bewohner in einem psychischen Ausnahmezustand angetroffen werden konnte.

Dieser verursachte auf seinem Balkon absichtlich einen Brand, wobei die Flammen das über der Brandstelle befindliche Dachgebälk erreichten. Der 25-Jährige versuchte noch selbstständig den verursachten Brand zu löschen, was jedoch nicht abschließend gelang. Er verweigerte sowohl den Feuerwehrkräften als auch der Polizei den Zugang zum Obergeschoss des Wohnhauses und untermauerte dies durch das Aufstellen von Barrikaden innerhalb der Wohnung.

Nachdem die Barrikaden teilweise geräumt werden konnten, stand der 25-Jährige mit einem Holzstiel in der Hand drohend vor den Polizeikräften, sodass der Einsatz des Tasers angekündigt wurde. Nach Erblicken des Tasers flüchtete der 25-Jährige umgehend auf das Dach des Anwesens und weigerte sich zunächst, dieses wieder zu verlassen.

Nach einer längeren Unterredung mit Beamtinnen der Polizeiinspektion Saarlouis konnte er dazu bewogen werden, die Dachfläche freiwillig zu verlassen. Der 25-Jährige, der durch das Einatmen der Rauchgase leicht verletzt wurde, wurde durch den Rettungsdienst einem Krankenhaus zugeführt.

Am Anwesen, das trotz des Brandes noch weiterhin bewohnbar ist, entstand ein Schaden in Höhe von geschätzt 15.000 Euro. Den 25-jährigen erwartet nun eine Anzeige wegen des Verdachts einer schweren Brandstiftung.

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