Fünf Jahre Haft für Frau wegen Totschlags

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dpa-Archiv

KOBLENZ. Eine Frau mit einem Rollator muss wegen Totschlags mit einem gezackten Küchenmesser fünf Jahre hinter Gitter. Zu Beginn der Haft kommt die 57-Jährige wegen ihrer Alkoholsucht in eine geschlossene Entzugsklinik, wie die Sprecherin des Koblenzer Landgerichts, Claudia Göbel, am Dienstag mitteilte.

Die Staatsanwaltschaft hatte vor dem Urteil am Montag acht Jahre Haft wegen Totschlags und die Verteidigung Freispruch wegen Notwehr gefordert.

Die verurteilte Frau hatte nach Überzeugung des Gerichts an Weihnachten 2018 in Höhr-Grenzhausen im Westerwald einen 59-jährigen Bekannten in seinem Zuhause mit einem Messerstich getötet. Zuvor sollen beide viel Bier getrunken haben.

Über ihre Anwältin erklärte die 57-Jährige im Prozess, das Opfer sei sexuell übergriffig geworden. Sie habe ein Küchenmesser genommen, könne sich aber nicht erinnern, ob sie zugestochen habe oder der Mann in das Messer gefallen sei. Ihr tue das alles sehr leid, weil das Opfer ein Freund gewesen sei. Der Mann habe aber stets mehr als Freundschaft gewollt, was sie immer abgelehnt habe. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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