Altstadtfest: Schlägereien und zahlreiche Rettungseinsätze – Die Polizeibilanz von Samstag

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TRIER. Wie bereits am Vortag fand das Altstadtfest am Samstag bei sonnigem Wetter und hochsommerlichen Temperaturen statt. Die Stimmung war dabei bis 22 Uhr recht entspannt.

Bis ca. 20 Uhr war die Veranstaltungsmeile zunächst nur mittelmäßig besucht. Später kam es zu einem hohen Besucheraufkommen, nicht nur im Bereich der Bühnen, sondern auch dem übrigen Veranstaltungsgelände. Zum Teil kam es dabei zu dichtem Gedränge und es wurden in diesem Zusammenhang mehrere Strafanzeigen wegen Taschendiebstahl aufgenommen. Einem Besucher, der sich eine Pause vom Trubel des Festes gönnte und sich zum Schlafen im Palastgarten hinlegte, wurde der Rucksack entwendet. Einen Koffer mit hochwertigem Musikerequipment entwendeten unbekannte Täter von einer Bühne in der Brotstraße nach Beendigung der Musikdarbietung.

Gegen 21:30 Uhr wurde ein gesuchter Täter auf dem Viehmarkt angetroffen, der in den Nachmittagsstunden Täter einer Körperverletzung im Stadtgebiet war und zunächst unerkannt flüchten konnte. Aufgrund der vorliegenden Lichtbilder konnte der Beschuldigte jedoch eindeutig identifiziert werden.

Gegen 23:15 Uhr kam es zu einer Schlägerei auf dem Veranstaltungsgelände, bei der mehrere Personen auf den Geschädigten eintraten. Die drei beschuldigten Heranwachsenden konnten im Nahbereich angetroffen und zur Dienststelle verbracht werden. Auch im weiteren Verlauf des Abends kam es noch zu einer Vielzahl an Körperverletzungsdelikten, vorwiegend im Bereich des Viehmarktplatzes; insgesamt wurden dabei fünf Strafanzeigen wegen Körperverletzung auf der Festmeile und weitere sechs im Umfeld der Innenstadt gemeldet. Gemessen am sehr hohen Besucheraufkommen verlief dennoch die Veranstaltung – abgesehen von diesen wenigen zumeist alkoholisierten Streithähnen – recht friedlich und entspannt.

Im gesamten Stadtgebiet, aber auch auf dem Veranstaltungsgelände, kam es über den Tag zu einer Vielzahl rettungsdienstlicher Einsätze, die die Aufstockung der rettungsdienstlichen Kapazitäten im Stadtgebiet erforderlich machten. Neben den stationären Anlaufstellen für Rettungskräfte und den mobilen Trupps in der Fußgängerzone wurde gegen 22:45 wurde zunächst auf dem Bischof-Stein-Platz ein zusätzlicher Rettungsmittelhalteplatz mit einer SEG-Transportkomponente vom DRK aufgebaut. Ab 23:25 wurde ein weiterer Rettungsmittelhalteplatz sowie ein Behandlungsplatz in der Viehmarktstraße/Stresemannstraße durch die BFW Trier aufgebaut. Im Einsatz waren auch der LNA, der OrgLeiter, ein ELW und 5 Rettungsmittel des Landkreises Trier. Polizeiliche Kräfte unterstützen die Maßnahmen, insbesondere in Form von Verkehrsmaßnahmen.

Der größte Anteil der medizinisch notwendigen Einsätze waren bedingt durch die hochsommerlichen Temperaturen in Verbindung mit erhöhtem Alkoholkonsum. Die hohe Einsatzdichte war jedoch nicht nur auf das Veranstaltungsgelände begrenzt.

Die Polizei kontrollierte ca. 45 Personen, erteilte 6 Platzverweise, nahm insgesamt 5 Personen in Gewahrsam, die randalierten oder zuvor Körperverletzungsdelikte begingen, überstellte einen alkoholisierten Jugendlichen an die Eltern, nahm etliche Fundsachen entgegen und leitete drei Verfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. Auch am Samstagabend wurde eine Vielzahl von Alkoholika bei nicht berechtigten Jugendlichen vernichtet.

9 KOMMENTARE

  1. Das Altstadtfest hat den Ruf der Schläger,Alkoholiker und Raubüberfällen die dennoch massenhaft Menschen anzieht,Trier ist eine Kulturstadt und kein Ort der Säufer und Taschendiebe.Die Strassen sehen nach dem Fest vermühlt und schmutzig aus,die Grünen sollten das auch verhindern,siehe Klimawandel……

    • ich war nach Jahrzehnten mal wieder dort , WÜRG ! Viele Nachwuchsassis mit Rasierklingen unter den Armen die pöbeln und Randgruppen aufs Übelste beschimpfen und ihre kleinen Schl….. nebendran grinsen nur doof. Zusammen höchstens den IQ einer großen Portion Pommes.

  2. Mir hat das Altstadtfest immer gut gefallen , allerdings ist in den letzten Jahren schon ein klarer , negativer Wandel zu erkennen ! Der bezieht sich allerdings auch auf die Gesamtsituation in der Trierer Innenstadt – als Frau alleine auf Tour gehen ? Vergiss es ! Schade das es soweit gekommen ist !

  3. Ohja die besoffenen die Nachts aus den Bussen und Taxis „nach Hause wanken“ haben mir auch gereicht weil bei der Hitze muss man zwangsläufig mit offenem Fenster schlafen …wie an Karneval. bei manchen Menschen denkt man echt die haben ihren Anstand zuhause gelassen.

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