Experte: Hitze ist «keine gute Situation für die Landwirte»

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Foto: dpa-Archiv

BAD KREUZNACH. Die extreme Hitze macht Obst- und Gemüsebauern in Rheinland-Pfalz derzeit das Leben schwer. Frisch gesetzte Pflanzen wie beispielsweise Salat müssten viel gegossen werden, damit sie die nächsten Tage überlebten, sagte der Referatsleiter Gartenbau der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Welmar Rietmann, in Bad Kreuznach. Dies bedeute auch Zusatzkosten.

Zudem bestehe das Risiko einer «Überernte»: Denn durch die hohen Temperaturen entwickelten sich später gesetzte Pflanzen schneller und könnten zeitgleich mit Früheren reif werden: «Dann haben wir schnell eine Überversorgung am Markt», sagte Rietmann.

Dies könnte in Rheinland-Pfalz vor allem Radieschen, Salat und Blumenkohl betreffen. Wenn man bei einer Ernte nur fünf Prozent mehr habe als abgesetzt werde, falle der Preis «enorm stark». «Es ist keine gute Situation für die Landwirte.»

Auch beim Obstanbau bedeute die Hitze «Stress für die Pflanzen». Die Extrem-Temperaturen seien bei Beerenfrüchten und Kirschen auch deshalb ein Problem, «weil die Früchte die hohen Temperaturen annehmen», sagte Rietmann. Da bedeute: «Dass sie nach der Ernte ganz schnell runtergekühlt werden müssen, um die Qualität zu erhalten.»

Zudem trockneten die Früchte bei der Hitze schnell aus. «Wahrscheinlich wird der Obstbauer in diesen Tagen ganz früh am Tag anfangen zu ernten und dann mittags aufhören, um den ganz heißen Temperaturen aus dem Weg zu gehen.»

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