Tropische Klassenräume in der Region – Wer entscheidet über “Hitzefrei“ ?

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RLP. Wann gibt es hitzefrei? Diese vielleicht meistdiskutierte Frage vor Beginn der Sommerferien am kommenden Wochenende entscheiden die Schulleiter in Rheinland-Pfalz in eigener Zuständigkeit. Bei ihnen liegt die Entscheidung, ob die klimatische Situation in der Schule oder in einzelnen Klassenräumen die Erteilung von Unterricht noch gestattet, wie eine Sprecherin des Bildungsministeriums in Mainz auf Anfrage mitteilte. Das gesundheitliche Wohl der Schüler stehe immer im Vordergrund.

Nach einem bis heute gültigen Rundschreiben des Ministeriums aus dem Jahr 1992 ist es auch möglich, den Unterricht nur teilweise ausfallen zu lassen, etwa den Sportunterricht. Einzelne Schulen können für sich Regeln wie das vorzeitige Unterrichtsende bei hohen Temperaturen aufstellen, denen der jeweilige Schulelternbeirat zustimmen muss. In Grundschulen werden zu Beginn eines Schuljahres schriftliche Vereinbarungen mit den Eltern getroffen.

Im Saarland ist die Sache mit dem Hitzefrei ähnlich geregelt. «Sehen die Schulen keinerlei Möglichkeiten, ihre Schülerinnen und Schüler adäquat zu betreuen, können sie – sofern das Einverständnis der Erziehungsberechtigten vorliegt beziehungsweise eingeholt werden konnte – die Schülerinnen und Schüler auch vorzeitig aus der Obhut der Schule entlassen», erklärt das Bildungsministerium in Saarbrücken. Alternativ empfiehlt das Ministerium bei einer Überhitzung des Klassenzimmers, «geeignete Orte aufzusuchen». Das könnten in der letzten Woche vor den großen Ferien etwa Waldexkursionen oder Schwimmbadbesuche sein.

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