“Lage ist dramatisch“ – Weniger Sozialwohnungen in RLP und Saarland

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Foto: Tim Brakemeier / dpa-Archiv

REGION. Die Zahl der Sozialwohnungen in Rheinland-Pfalz ist zuletzt gesunken. So gab es zum Jahresende 2017 rund 57 300 Sozialwohnungen und damit etwa 2400 weniger als noch ein Jahr zuvor. Das geht aus jüngsten Zahlen hervor, die das Bundesinnenministerium an den Bundestag meldete. Sie liegen der Deutschen Presse-Agentur vor.

Bei Sozialwohnungen in Deutschland sind die Mieten staatlich reguliert. Nur Menschen, bei denen die Behörden einen besonderen Bedarf sehen, dürfen dort wohnen. Allerdings fallen Wohnungen nach einer bestimmten Zeit aus der Bindung und können normal am Markt vermietet werden. Sofern nicht im gleichen Umfang neue Sozialwohnungen gebaut werden, sinkt ihre Zahl.

«Die Lage beim sozialen Wohnungsbau ist dramatisch», sagte der wohnungspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Chris Kühn. «Ich kann nicht verstehen, dass die Bundesregierung angesichts des immer stärkeren Rückgangs an Sozialwohnungen die Mittel im nächsten Jahr um ein Drittel kürzen will.» Kühn forderte einen Kurswechsel: «Nach dem Motto: ein Mal gefördert, für immer gebunden. Die soziale Zwischennutzung auf Kosten der Mieter und zum Wohl von Investoren muss ein Ende haben.»

SAARLAND
Auch an der Saar ist die Zahl der Sozialwohnungen zuletzt gesunken. Zum Jahresende 2017 gab es 835 dieser geförderten Wohnungen und damit 162 weniger als noch ein Jahr zuvor. Das geht aus jüngsten Zahlen hervor, die das Bundesinnenministerium an den Bundestag meldete. Sie liegen der Deutschen Presse-Agentur vor. Bundesweit sank die Zahl der Sozialwohnungen um knapp 49 000 auf rund 1,2 Millionen.

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