Der aktuelle Stand am Moselufer – Jetzt kommen Stege und Stufen!

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Stück für Stück. Mitarbeiter der Firma Wacht platzieren am Moselufer in Trier-Nord Stützelemente für Sitzstufen und Treppen mit einer Gesamtlänge von rund 340 Metern in acht Reihen.

Bildquelle: Foto: Presseamt/kig

TRIER. Am Moselufer vor dem Nordbad wird seit genau einem Jahr gebaggert, planiert und modelliert was das Zeug hält: Rund 20.000 Kubikmeter Erde wurden im Zeichen von Hochwasserschutz, Ökologie und besserer Freizeitnutzung schon bewegt. In den kommenden Monaten steht der Einbau von Sitzstufen und Zugangswegen im Blickpunkt. Für den Abschluss der Bauarbeiten bis September muss auch das Wetter mitspielen.

Regen kann Daniel Noe zur Zeit nicht gebrauchen: „Bei feuchtem Wetter können wir hier nicht arbeiten, wir mussten schon des öfteren feststeckende Fahrzeuge aus dem Schlamm ziehen“, berichtet der Polier der Wasserbaufirma Wacht, die im Auftrag der Stadt seit Juni 2018 an der Umgestaltung des Moselufers in Trier-Nord arbeitet. Trockenheit bringt aber auch Probleme mit sich: Der durch die Baumaschinen aufgewirbelte Staub schlägt sich zum Teil im Nordbad nieder. Noe hat deshalb nach Aufforderung der Stadt für die Fahrzeuge eine „Höchstgeschwindigkeit“ von sechs Stundenkilometer angeordnet.

Nicht nur die Witterung und der oft aufgeweichte Untergrund, sondern auch die beiden Weltkriegsminen, die kurz nach Baubeginn im Boden gefunden wurden, hatten den Zeitplan durcheinandergebracht. Doch jetzt ist das Ende der Erdarbeiten in Sicht. Klar erkennbar ist bereits die Flutmulde, ein kleiner Seitenarm der Mosel, der bei Hochwasser zusätzlichen Rückzugsraum bietet. Auch vier der fünf „Buhnen“ sind fertig: Das sind Dämme aus aufgehäuften Steinen, die das Ufer in kleine Buchten gliedern. Zugleich wird das Moselvorland terrassiert, sodass es sich künftig besser als Liegewiese eignet.

Jetzt werden noch die Zugänge geschaffen: Drei Stege aus zwei Meter breiten Betonplatten erschließen das Ufer auch für Rollstuhlfahrer. Von der Zufahrt Peter-Lambert-Straße führt eine Freitreppe auf das tiefer gelegene Moselvorland: Sie bietet
einen schnellen Zutritt, ist aber auch als Sitzgelegenheit mit Panoramablick auf den Fluss und die rote Felsenlandschaft am gegenüberliegenden Ufer geeignet.

Nächstes Großprojekt

Die Umgestaltung des 600 Meter langen Abschnitts wird als „Modellprojekt zur Aufwertung eines städtischen Moselufers“ zu 90 Prozent von der Landesregierung gefördert. Die Gesamtkosten wurden 2018 mit 2,37 Millionen Euro veranschlagt. Und schon bald geht es weiter: Die Sanierung des Hochwasserschutzdamms, die am Zurlaubener Ufer mittlerweile abgeschlossen ist, wird ab 2020 bis auf die Höhe der Ratio-Zufahrt weitergeführt. Geplant ist die punktuelle Abdichtung des Deichs mit Spundwänden, die Verbreiterung des Deichkronenwegs mit einer Entflechtung des Fußgänger- und Fahrradverkehrs und die Anpassung der Böschungsneigung. Auch bei diesem Großprojekt auf einer Länge von 1,5 Kilometern ist das Land als maßgeblicher Initiator und Geldgeber mit an Bord.

(Ralph kießling – Rathaus-Zeitung)

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