Stichwahlen in Trier – Grüne triumphieren in allen vier Stadtteilen

11
Vier Helfer im Briefwahlbezirk 6002 entleeren um 18 Uhr im Trier-Zimmer eine Urne mit den Stimmzettelumschlägen. Am Wahltag waren insgesamt rund 300 Helfer im Einsatz.

Bildquelle: Presseamt Trier

TRIER. Nach dem Erfolg bei der Kommunalwahl am 26. Mai schafften die Trierer Grünen bei der Ortsvorsteherstichwahl am Sonntag weitere Siege: Ihre Bewerber gewannen in allen vier Stadtteilen, in denen sie noch im Rennen waren. Nur in Tarforst konnte sich die CDU durchsetzen.

Das erste vorläufige Endergebnis lag gegen 18.45 Uhr aus Tarforst vor: Dort siegte Amtsinhaber Werner Gorges (CDU) mit 57,3 Prozent (980 Stimmen). Auf Annes Weines von der SPD entfielen bei einer Beteiligung von 34,4 Prozent 731 Stimmen.

Den klarsten Sieg gab es in Trier-Mitte/Gartenfeld, wo Dr. Michael Düro (Bündnis 90/Die Grünen) 66,5 Prozent (1663 Stimmen) erreichte, sein CDU-Kontrahent Norbert Freischmidt erhielt 837 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 24,7 Prozent.

Deutlich knapper fiel das Ergebnis in Kürenz aus: Ole Seidel (Bündnis 90/Die Grünen) setzte sich mit 54,4 Prozent (1045 Stimmen) gegen den CDU-Amtsinhaber Bernd Michels (875 Stimmen) durch. In diesem Stadtteil gaben 26 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

Auch in Trier-Nord siegte der Herausforderer gegen den Amtsinhaber von der CDU: Dirk Löwe konnte 60,4 Prozent (1345 Stimmen) auf sich vereinigen, auf Christian Bösen entfielen bei einer Wahlbeteiligung von 21,2 Prozent 880 Stimmen.

Sehr eng war das Rennen in Trier-Süd: Nach dem gegen 19.35 Uhr ausgezählten letzten vorläufigen Ergebnis siegte Nicole Helbig (Grüne) mit 51 Prozent (816 Stimmen) gegen Amtsinhaberin Jutta Föhr (SPD/784 Stimmen). Die Wahlbeteiligung in diesem Stadtteil betrug 22,4 Prozent.

Bei der Stichwahl waren rund 38.000 Personen wahlberechtigt. Der Anteil der Briefwähler war mit 9584 gestellten Anträgen erneut sehr hoch. Über die endgültige Bestätigung der Ergebnisse entscheidet der Wahlausschuss am Dienstag, 18. Juni, 17 Uhr, Rathaussaal am Augustinerhof.

Die Ergebnisse im Detail gibt es hier: https://trier.de/rathaus-buerger-in/wahlen/kommunal-und-europawahl-2019/ergebnisse/

11 KOMMENTARE

  1. und jetzt ? Muss ich bangen ? Darf ich bald gar kein Auto mehr benutzen?
    Aber egal …dann wird halt online bestellt .

  2. Prima gewählt ! Dann fahren wir bald nicht mehr in die Autofreie Innenstadt einkaufen . Wenn der Globus kommt brauchen wir das auch nicht mehr .Dann sieht die Trierer Fußgängerzone demnächst so aus wie die in Oberhausen , überall zugeklebte Schaufenster !

  3. Soweit ich mich erinnern kann, ist die Innenstadt von Trier doch autofrei. Oder gehören Sie zu den Egoisten, für die Busspuren, Radwege, Parkverbot und Fußgängerzone nur eine unverbindliche Empfehlung sind und die Fußgängerzone als Parkplatz missbrauchen?
    Und dort macht es nicht den Anschein, als ob hier längere Zeit Schaufenster zugeklebt sind. Im Gegenteil: Schauen Sie sich doch mal die Paulinstraße oder die Saarstraße an, die Straßen in den Zentren der Außenstadtteile, die Einkaufspassage (ehemalig) in Mariahof. All diese Orte sind mit dem Auto anzufahren, quasi bis vor die Ladentheke, aber trotzdem reiht sich hier Leerstand an Leerstand. Ein Gutes Beispiel ist der Unverpackt-Laden, der von der Paulinstraße in einen autofreien Bereich an die Porta Nigra gezogen ist. Der Laden läuft dort viel besser, und das nicht wegen der dort rumeiernden Touris.
    Sie sehen, ihre Argumente sind nicht so ganz stichhaltig.

    • Innenstadt ist nicht gleich Fußgängerzone. Bevor ich aber rumeiere um nen Parkplatz zu finden oder mich 40 Minuten mit dem Bus quäle werde ich mich doch lieber zurücklehnen und warten bis der Postbote kommt.

      • Die Händler bedanken sich dann bei Leuten wie Ihnen, dass die Innenstädte aussterben. Menschen mit genau solchen Meinungen wie Sie tragen erheblich dazu bei, dass es immer weniger Inhaber geführte Läden gibt und immer mehr Filialisten. Als nächstes kommt dann immer gerne, dass es nur noch billige Arbeitsplätze ohne Tarifbindung im Pakethandel gibt.
        In Trier ist es überhaupt kein rumgeeiere, einen Parkplatz zu finden, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Man setze mich ins Auto, fahre eines der Parkhäuser in der Stadt an und gehe in den Laden. Oder besser, man fährt einen der (leider viel zu schlecht vermarkteten) P+R Parkplätze am Stadtrand an und nimmt den Bus. Dass es oft Stau und zu viel Verkehr gibt, liegt an den Mitmenschen, die mit dem Auto bis in die Innenstadt fahren, obwohl sie auch mit Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß in die Stadt könnten.
        Wer meint, mit dem Auto bis zur Ladentür fahren zu müssen (abgesehen von sperrigen Waren aus dem Möbelhaus, dem Baumarkt) hat die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt. Und der schöne Eisbecher im Sommer oder der heißen Kaffee im Winter wird nicht nachhause geliefert. Das verpasst man dann, wenn man rumsitzt und wartet 😉

        • welche Händler ? Die , die nichts auf Lager haben oder die 1 € Läden ?
          Noch möchte ich selbst entscheiden ob ich mit meinem Auto in die Stadt möchte, und wenns keine Parkplätze gibt , Pech für die LÄDEN !

        • Ein wenig weltfremd geworden Sascha? Als ich aufgrund von Insolvenzen 2x meinen Job verloren habe interessierte es die Geschäftsinhaber der Innenstadt genauso sehr wie der berühmte in China umgefallene Reissack. Vergünstigungen für finanziell schlechter Gestellte??? Können wir beide mal drüber lachen. Warum sollte ich mir denn jetzt, nachdem ich mich finanziell wieder gefangen habe, einen Kopf um die ach so armen inhabergeführten Geschäfte in der Innenstadt machen?
          Und Parkplätze in Triers Innenstadt? Viel Spaß beim Suchen, besonders am Samstagmittag. Alleine die Warteschlangen vor den vollen Parkhäusern sind göttlich. ÖPNV? Schon mal versucht mit nem Bus am Wochenende aus Ruwer rauszukommen? P+R? Verrate mir doch bitte mal wo die Haltestellen sind.
          Laufe du mal weiter dem Mainstream hinterher. Aber langsam habe ich die Nase gestrichen voll von irgendwelchen Weltverbesserern, die mir ständig vorschreiben wollen, wie ich zu leben habe, wie ich mich fortbewegen soll und seit einiger Zeit in Trier auch noch vorschreiben wollen, wo ich denn meine sauer verdiente Kohle ausgeben darf.

      • Es gibt auf beiden Seiten einige Kurzzeit-Parkplätze. Außerdem gibt es in allen Nebenstraßen welche und oft auch in den Hinterhöfen. Außerdem: es ist Trier, hier wird oft auch der Gehweg zum Parkplatz gemacht.
        Aber genau das ist auch das Problem: man fährt nur durch und sieht durch die parkenden Autos gar nicht mehr, dass sich dahinter Geschäfte versteckt haben. Und wenn die Stadt nicht endlich mal handelt, wird der noch für Autos offene Teil der Neustraße ebenso enden. Einige Läden dort wehren sich zum Glück bereits mit Aufstellern, die vor ihren Fenstern stehen.

    • Umweltschutz muss sein , keine Frage !
      Diese „Umwelthysterie “ die sich durch die Grünen in Deutschland derzeit ausbreitet , ist weder Sinnvoll noch Umweltbewusst . Ihre vor Jahre hochgelobten Monokulturen haben maßgeblich zum Bienensterben beigetragen , der produzierte Strom durch Windparks in der Nordsee kann garnicht dorthin geleitet werden wo er gebraucht wird , Dieselfahrverbote ( siehe Beispiel Hamburg ) haben nach einem Jahr Null zur Verbesserung der Luftqualität beigetragen … diese Reihe läßt sich unendlich fortführen .
      Man kann also schon gespannt sein was in einer Stadt passieren wird in der die Grünen nach den Kommunalwahlen so erfolgreich abgeschnitten haben . Da sind Straßensperrungen wahrscheinlich noch das kleinere Übel . Und mit Innenstadt meine ich bestimmt nicht die Fußgängerzone sondern alle Straßen ringsum . Sie glauben doch selber nicht das noch annähernd so viele Besucher in die Innenstadt kommen werden wenn sie ihre Fahrzeuge weit ausserhalb parken und mit dem Bus weiterfahren müssen ?

  4. Es gibt auf beiden Seiten einige Kurzzeit-Parkplätze. Außerdem gibt es in allen Nebenstraßen welche und oft auch in den Hinterhöfen. Außerdem: es ist Trier, hier wird oft auch der Gehweg zum Parkplatz gemacht.
    Aber genau das ist auch das Problem: man fährt nur durch und sieht durch die parkenden Autos gar nicht mehr, dass sich dahinter Geschäfte versteckt haben. Und wenn die Stadt nicht endlich mal handelt, wird der noch für Autos offene Teil der Neustraße ebenso enden. Einige Läden dort wehren sich zum Glück bereits mit Aufstellern, die vor ihren Fenstern stehen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.