Keine flüssige Schreibschrift mehr? Debatte über Handschrift an Grundschulen

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n einer Schule schreibt ein Mädchen im Unterricht das Wort «Schule» in ihr Heft
Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Opposition und Regierungsfraktionen haben im Landtag über die Verwendung von Grund- und Schreibschrift an den Grundschulen in Rheinland-Pfalz gestritten. Lehrkräfte stellten einen signifikanten Zusammenhang zwischen flüssiger Schreibschrift und schulischer Leistung her, sagte Anke Beilstein von der CDU-Fraktion am Donnerstag in Mainz.

Mehr als ein Drittel der Kinder hätten einer Studie zufolge aber Probleme, eine gut lesbare und flüssige Handschrift zu entwickeln. Als einen Grund nannte sie die Grundschrift, bei der die Buchstaben nicht verbunden würden.

Es gebe in der Fachwissenschaft kein eindeutiges Pro oder Contra für die eine oder andere Schrift, sagten Giorgina Kazungu-Haß von der SPD- und Helga Lerch von der FDP-Fraktion.

Die von der CDU zitierte Studie sei überhaupt nicht repräsentativ, ergänzte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). Die Gesamtkonferenzen der Schulen träfen die Entscheidung darüber, mit welcher Schrift sie im ersten und zweiten Schuljahr beginnen wollten. «Ab dem dritten und vierten Schuljahr wird nur noch in Schreibschrift geschrieben», betonte Hubig. «Wir wollen alle, dass die Kinder gut schreiben lernen und sie lernen es auch in Rheinland-Pfalz.»

«Die Schulen sind souverän (in der Entscheidung), aber müssen sich auch klar argumentativ rechtfertigen können», sagte Lerch. Wichtig sei ein gut durchdachter Unterricht, der die Kinder mit Variantenreichtum begeistere.

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