Hitzige Landtagsdebatte um Kampagne gegen Sexismus

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Foto: Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration, Verbraucherschutz

MAINZ. Eine Kampagne der Regierung gegen Sexismus hat für kontroverse Diskussionen im rheinland-pfälzischen Landtag gesorgt.

Für Aufregung bei Vertretern der Fraktionen der Ampel-Koalition sorgten am Donnerstag vor allem Aussagen aus der AfD-Fraktion. Die Abgeordnete Sylvia Groß sagte, dass es Bemühungen gegen sexuelle Belästigungen geben müsse, sei keine Frage. Die Regierung fördere aber mit ihrer Kampagne «Laut Stark» einen «Kampf der Geschlechter». Frauenministerin Anne Spiegel (Grüne) konstruiere ein «permanentes Konkurrenzverhältnis» zwischen Mann und Frau und spalte die Gesellschaft. Das sorgte für Kopfschütteln in anderen Fraktionen.

Mit ihrem Beitrag habe die AfD-Fraktion einmal mehr bewiesen, wie rückwärtsgewandt die Partei sei, sagte Helga Lerch von der FDP und forderte scherzhaft ein Sauerstoffgerät, um trotz der Aussagen noch durchatmen zu können. «Zu ihren Ansichten reden wir beim Mittelaltermarkt noch einmal drüber», kommentierte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Bernhard Braun die Rede von Groß.

Ministerin Spiegel verteidigte die Kampagne. Sie sei wichtig, weil Sexismus auch 2019 noch ein gesellschaftliches Problem sei. «Wenn hier die AfD-Fraktion reinruft «Was ist mit den Männern», dann zeigt mir das, dass es noch einiges bei Geschlechterrollen und Geschlechterstereotypen zu tun gibt», sagte Spiegel.

Unterstützung bekam sie auch von der SPD-Abgeordneten Katrin Rehak-Nitsche. «Frauen können alles, vor allem wenn sie laut und stark sind», sagte sie. Es sei richtig, dass die Landesregierung den Kampf gegen Sexismus zur Chefsache mache.

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