Viel mehr als eine Lichtquelle: Erste Lade-Laterne in Trier in Betrieb genommen

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OB Wolfram Leibe, gbt-Vorstand Dr. Stefan Ahrling und SWT-Vorstand Arndt Müller (v. l.) testen die neue Lade-Laterne und „betanken“ ein Elektroauto aus dem gbt-Fuhrpark. Foto: SWT

TRIER. Das Elektroauto einfach an einer Straßenlaterne aufladen? Was zunächst befremdlich klingt, ist in Trier seit vergangener Woche Wirklichkeit. Die Stadtwerke haben gemeinsam mit OB Wolfram Leibe die erste Lade-Laterne in Betrieb genommen – zahlreiche weitere Ladepunkte sind in Planung.

Die erste Laterne, die neben Licht auch Strom für Elektrofahrzeuge spendet, steht in Tarforst nahe des Einkaufszentrums „Im Treff“. OB Wolfram Leibe zeigte sich begeistert: „Damit die Elektromobilität zum Erfolgsmodell wird, brauchen wir eine gute Ladeinfrastruktur. Hier gehen unsere Stadtwerke mit gutem Beispiel voran und zeigen gerade mit der Lade-Laterne, wie modern die älteste Stadt Deutschlands sein kann. Das ist gut für die Menschen, die hier wohnen und arbeiten, insbesondere im Umfeld der Universität.“ Der erste Kunde, der den Ladepunkt genutzt hat, war gbt-Vorstand Dr. Stefan Ahrling, dessen Firma eine Vielzahl der anliegenden Gebäude gehört. „Wir haben selbst vier Elektroautos in unserem Fuhrpark und bauen diesen zukünftig weiter aus. Wir begrüßen es sehr, dass die Stadtwerke an diesem Standort eine Ladeeinrichtung installiert haben. Diese können auch unsere Mieter nutzen. Die Nachfrage nach Ladesäulen nimmt in letzter Zeit zu. Wir freuen uns deshalb ganz besonders, wenn weitere Standorte durch die Stadtwerke erschlossen werden.“

Über 50 Ladepunkte gibt es

Rund 90.000 Euro investieren die Stadtwerke dieses Jahr in den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Trier. Davon werden rund 35.000 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bereitgestellt. Neben einem weiteren Ladepunkt an einer Straßenlaterne auf dem Parkplatz Seitzstraße am Palastgarten, bauen die SWT in diesem Jahr zahlreiche neue Ladepunkte im gesamten Stadtgebiet (Infokasten rechts). SWT-Technikvorstand Arndt Müller erläuterte: „Wir werden zukünftig an Straßenlaternen sowohl Nachtlader mit 3,7 Kilowatt als auch schnellere Ladesäulen mit 22 Kilowatt vorhalten und diese gesondert kennzeichnen. Damit verfolgen wir konsequent unsere Mehrwertstrategie: Wir nutzen die vorhandene Infrastruktur der Straßenbeleuchtung, um den Bürgerinnen und Bürgern neue zusätzliche Dienstleistungen anzubieten und unser Portfolio für die Zukunft zu erweitern.“

Insgesamt gibt es in Trier bereits mehr als 50 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Über 70 Prozent davon betreiben die Stadtwerke, zum Beispiel in ihren Parkhäusern. Wer diese Ladepunkte nutzen möchte, kann sie entweder mit einer registrierten Ladekarte oder spontan per QR-Code freischalten. Alle Informationen finden Nutzer, wenn sie den auf dem Ladepunkte angegebenen QR-Code einscannen oder einfach unter www.swt.de/e-laden.

Neben dem Ausbau der Lade-Infrastruktur fördern die Stadtwerke auch die Anschaffung von Elektrofahrzeugen. Mit ihrem E-Förderprogramm unterstützen die SWT ihre Kunden bei der Anschaffung von Elektroautos bei teilnehmenden Händlern mit einer jährlichen Fördersumme von 240 Euro während der Leasing-Laufzeit bis maximal vier Jahre. Außerdem bieten die SWT ihren Römerstrom-Kunden einen E-Motorroller für einen monatlichen Abschlag von 69,90 Euro. Nach einer Laufzeit von 36 Monaten können die flotten Flitzer gegen eine Restzahlung von 279 Euro gekauft werden. Weitere Information: www.swt.de/e-mobil-foerderung.

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