Mehr Drogendelikte in Rheinland-Pfalz registriert

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Bildquelle: Wikimedia

RHEINLAND-PFALZ. Die Drogenkriminalität in Rheinland-Pfalz hat 2018 weiter um sich gegriffen. Wie aus Zahlen des Landeskriminalamtes am Donnerstag hervorgeht, wurden im vergangenen Jahr 19 241 Drogendelikte registriert. Das sind rund zehn Prozent mehr als 2017, als 17 462 Fälle verzeichnet wurden. Dreiviertel der Delikte gehen auf allgemeine Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz zurück, also den Konsum, Besitz oder Erwerb. In rund 17 Prozent der Delikte wurden Drogen gehandelt oder geschmuggelt. Zuvor hatte der SWR berichtet.

Ein Großteil der Straftaten wurde in Zusammenhang mit Cannabis (58 Prozent) und Amphetaminen (29 Prozent) registriert. Insgesamt stellte die Polizei im vergangenen Jahr 204,6 Kilogramm harte Drogen wie etwa Heroin, Kokain und Amphetamine fest. 2017 waren es noch 179,2.

Die sichergestellte Menge von Cannabis stieg ebenfalls an. Sie betrug zuletzt 927 Kilogramm, 2017 waren es noch 311,9 Kilogramm. Der deutliche Zuwachs ist laut LKA vor allem auf ein Verfahren gegen ein Logistikunternehmen im nördlichen Rheinland-Pfalz zurückzuführen, wo bei einer Durchsuchung mehr als 600 Kilogramm gefunden wurden.

Nach einem zwischenzeitlichen Tief ist auch die Drogenkriminalität an Schulen zuletzt wieder gestiegen. 2018 wurden 188 Delikte angezeigt. In den Vorjahren wies die Statistik weniger Fälle aus: 2017 waren es 152 Taten, 2016 wurden 111 Fälle registriert. Eine LKA-Sprecherin betonte, dass die Zahlen über einen längeren Zeitraum schwankten.

2 KOMMENTARE

  1. anscheinend lässt es sich hier nur noch bekifft aushalten.
    Hier wird verurteilt woran der Staat demnächst Steuern verlangt.

  2. Das liegt wahrscheinlich daran , das die Zahl der Leute die mit dem Verkauf von Drogen ihren Lebensunterhalt bestreiten sich ständig erhöht ( hohe Einnahmen + kein Bock auf Arbeit ).
    Günstig ist es dabei Jugendlichen schon in Schulen diesen Dreck anzudrehen und sich auf längere Sicht seine Kundschaft zu sichern .
    Die folgen für unsere Gesellschaft ( Beschaffungskriminallität , gesundheitliche Schäden , Verwarlosung ganzer Familien usw ) scheint unsere Politik dabei vollkommen zu vergessen .
    Beste Beispiele dafür haben wir in Ostdeutschland , entlang der Tschechei , wo mittlerweile alles mit Crystal Meths zugeschmissen wird .
    Dank der milden Strafen die Drogendealer zu erwarten haben , werden uns diese Meldungen über jährlich steigende Drogendelikte noch viele Jahre erhalten bleiben .

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