600 Weine bewertet: 2018er Moselweine überzeugen im Test

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TRIER/BERNKASTEL-KUES. Sehr fruchtig, harmonisch und vollmundig – so lautete das Urteil der Jury im Qualitätswettbewerb der Mosel-Weinwerbung zu den jungen Weinen des Jahrgangs 2018 von Mosel, Saar und Ruwer. Der Moselwein e.V. testete 600 Weine und Schaumweine aus dem Anbaugebiet in seiner Jahresauswahlprobe.

Etwa 200 Weinerzeuger von Saar bis Terrassenmosel waren dem Aufruf der Weinwerbung gefolgt und hatten ihre Weine zu dem Test eingereicht. 45 Juroren aus der regionalen Weinwirtschaft und Gastronomie, von Verbänden sowie aus der staatlichen Beratung probierten und bewerteten die Weine verdeckt im Steillagenzentrum des DLR Mosel in Bernkastel-Kues. In mehreren Finalrunden kürten die Tester schließlich die Siegerweine der einzelnen Kategorien. Bewertet wurde nach dem 100-Punkte-Schema.

Weine und Sekte der Rebsorte Riesling dominierten den Test. Darüber hinaus wurden Weine und Winzersekt aus den weißen Burgundersorten, aus der Rebsorte Elbling sowie Rotweine aus Burgundersorten bewertet. Die Liste der besten Weine veröffentlicht der Moselwein e.V. auf seinen Internetseiten unter www.weinland-mosel.de in der Rubrik Weinempfehlungen. Die 2018er Weißweine zeigten sich in der Probe mit ihren opulenten Fruchtaromen und würzigen Noten bereits in dem recht frühen Stadium sehr zugänglich. Die Qualität war insgesamt sehr gut, über die Platzierung entschied häufig nur ein halber Punkt. Einhelliges Urteil der Tester: Der 2018er ist ein Weinjahrgang, der ein breites Publikum ansprechen wird.

Die Verteilung der Sieger in den einzelnen Kategorien zeigt, dass die Qualität des Jahrgangs überall im Anbaugebiet hervorragend ist, vom Drei-Länder-Eck an der südlichen Mosel bis zur Terrassenmosel. Unter den besten Betrieben finden sich neben etablierten Weingütern auch neue Entdeckungen.

In der Kategorie Riesling Qualitätswein trocken belegten zwei Weingüter von Mittel- und Terrassenmosel punktgleich den ersten Platz: das Weingut Eifel & Clüsserath aus Trittenheim (Kreis Trier-Saarburg) (Kreis Cochem-Zell) mit seinem 2018er Trittenheimer Apotheke Riesling Qualitätswein trocken sowie das Weingut Leo Fuchs aus Pommern (Kreis Cochem-Zell) mit dem 2018er Vom grauen Schiefer Riesling Qualitätswein trocken. In der Kategorie „Riesling Qualitätswein feinherb“ siegte das Detzemer Weingut Michael Scholtes (Kreis Trier-Saarburg) mit dem 2018er Detzemer Maximiner Klosterlay Riesling Qualitätswein feinherb.

Den besten trockenen Riesling-Kabinettwein stellt das Weingut Kees-Kieren aus Graach (Kreis Bernkastel-Wittlich) mit dem 2018er Kinheimer Rosenberg Riesling Kabinett trocken. Das Weingut Lotz aus Erden (Kreis Bernkastel-Wittlich) überzeugte beim Riesling Kabinett feinherb mit dem 2018er Erdener Herrenberg Kabinett feinherb. Sieger in der Kategorie Riesling Kabinett lieblich/fruchtsüß ist das Weingut Lorenz in Detzem (Kreis Trier-Saarburg) mit seinem 2018er Trittenheimer Kabinett.

Der erste Platz beim Elbling ging an das Weingut Frieden-Berg in Nittel (Kreis Trier-Saarburg) für seinen 2018er „Einliter“ Elbling trocken. Sieger der Kategorie „Weiße Burgunder trocken“ ist das Weingut Jörg Thanisch in Lieser mit dem 2018er Weißburgunder Qualitätswein trocken. Zwei punktgleiche Erstplatzierte gibt es auch in der Kategorie Grauburgunder: Hier kürte die Jury den 2018er Pinot gris Spätlese trocken von der Gutsverwaltung Schloss Thorn (Kreis Trier-Saarburg) sowie den 2018er Grauer Burgunder trocken vom Weingut Schneider-Faber aus Kinheim (Kreis Bernkastel-Wittlich) zu den Besten. Der höchstbewertete 2018er Auxerrois Qualitätswein trocken kommt von der Saar, vom Weingut Würtzberg in Serrig (Kreis Trier-Saarburg).

Unter den 54 eingereichten trockenen Rotweinen aus Burgundersorten gefiel der Jury ein Wein aus dem Weingut Lehnert-Veit in Piesport am besten: Der 2016er Günterslay Spätburgunder Qualitätswein trocken hatte hier die Nase vorn, dicht gefolgt vom 2016er Falkenberg Spätburgunder aus dem gleichen Betrieb.

Winzersekt und Crémant aus klassischer Flaschengärung gehören bei den meisten Mosel-Betrieben ebenfalls zum Angebot. 58 schäumende Weine aus klassischer Flaschengärung wurden zum Test des Moselwein e.V. eingereicht. Die beste Note für Riesling-Sekt vergaben die Tester an den 2016er Ludwig van Beethoven Riesling Sekt brut nature vom Weingut Geschwister Köwerich in Köwerich (Kreis Trier-Saarburg). Der beste Elblingsekt der Probe ist der Rote Elbling Sekt brut vom Weingut Hubertus M. Apel aus Nittel (Kreis Trier-Saarburg). Bei den Schaumweinen aus Burgundersorten und Cuvées ging ein 2017er Spätburgunder Weißherbst Sekt brut vom Weingut Hubertus Reis in Briedel (Kreis Cochem-Zell) als Sieger hervor.

Die besten Produkte der Jahresauswahlprobe werden bei Veranstaltungen und Gebietspräsentationen der Mosel-Weinwerbung eingesetzt. Die Teilnahme an dem Wettbewerb ist kostenlos und steht allen Erzeugern und Vermarktern von Weinen aus dem Anbaugebiet Mosel offen. Im zweiten Teil der Auswahlprobe wird der Moselwein e.V. die Riesling-Prädikatsweine des Jahrgangs 2018 ab Spätlese sowie hochwertige trockene Weine wie Großes Gewächs bewerten.

2 KOMMENTARE

  1. Trier werde endlich mal Metropole und erwachsen, trenne dich von Bauerntum, Landwirtschaft und Wein sondern stelle Deinen eigenen Charakter dar. Sei nicht ein grosses Bitburg ( für mich sehr, sehr landwirtschaftlich geprägt ) Trier nehme dir doch mal Luxembourg Ville als Beispiel, genauso gross aber innovativer. Trenne dich doch bitte von Eifel, Mosel und Hunsrück, es ist doch nur lächerlicher Ballast. Sei doch du selbst du brauchst doch das Umland gar nicht in der Vermarktung, es schadet dir nur, du wirst miefig und provinziell angesehen wegen deinem Umland. Sei doch du selbst. Du hast 55000 Arbeitsplätze, Erlangen hat mit gleicher Einwohnerzahl 80000 Arbeitsplätze. Trier wache bitte, bitte auf.

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