Gesundheit – Mit viel Bewegung Krampfadern vorbeugen

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Symbolbild

Bildquelle: pixabay

REGION. Der Sommer steht vor der Tür. Besonders jetzt stört es viele Menschen, wenn sich an ihren Beinen knotig ausgebuchtete, violette und bläuliche Venen schlängeln. „Venenleiden sind in Deutschland weit verbreitet“, sagt Petra Sandmann-Gilles von der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse. Etwa jeder dritte Erwachsene hat Krampfadern, schätzt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Typische Anzeichen sind schmerzende oder juckende Beine, die sich schwer anfühlen. Manchmal schwellen die Beine auch an, die Haut verfärbt sich im Bereich des unteren Schienbeins bräunlich oder es treten nächtliche Wadenkrämpfe auf. Denn bei starker Ausprägung können Krampfadern Komplikationen wie „offene Beine“ (Beingeschwüre), starke Schwellungen, Venenentzündungen und Blutungen nach sich ziehen. „Gehen Sie bei diesen Symptomen zum Arzt“, empfiehlt Sandmann-Gilles.

Krampfadern entstehen, wenn die Venenklappen nicht mehr richtig funktionieren. Dann staut sich das Blut in den Beinen. Bei manchen Menschen ist die Neigung zu Krampfadern erblich bedingt. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Risikofaktoren sind auch Schwangerschaften und starkes Übergewicht.

„Bewegung hilft, der Entstehung von Krampfadern vorzubeugen“, rät die Präventionsexpertin. Besonders Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Laufen, Walken und Wassergymnastik tun den Venen gut. Sinnvoll ist es auch, sich im Alltag viel zu bewegen, indem man etwa die Treppe statt den Aufzug nimmt.

Doch auch mit Gymnastikübungen kann man Beschwerden vorbeugen oder sie lindern. Beim „Luft-Radeln“ liegt man auf dem Rücken und kreist mit den Beinen in der Luft. Dadurch kann das aufgestaute Blut abfließen und die Beinmuskulatur wird gekräftigt. Bei der Übung „Fußwippe“ zieht man die Zehen so weit wie möglich zum Knie und drückt sie dann wieder zum Boden. Das bringt den Blutfluss in den Beinen in Schwung. Um die Wadenmuskulatur zu kräftigen, kann man die Füße im Sitzen über einer stabilen Plastikflasche abrollen. Bei der Übung „Spitzenstellung“ stellt man die Füße im Wechsel auf die Zehenspitze und dann wieder flach auf den Boden. „Wer im Job viel stehen muss, sollte möglichst oft die Haltung verändern“, rät Sandmann-Gilles. Sinnvoll ist es zudem, möglichst oft die Beine hochzulegen und sie nicht übereinander zu schlagen.

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