Rollerfahren mit Hund: «Es ist ein tolles Gefühl»

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Mario Reitz lässt sich auf einem "Dogscooter" von seiner belgischen Schäferhündin Kira ziehen. Foto: Harald Tittel/Archivbild

TRIER. Mario Reitz (35) fährt gerne Roller mit Kira: Dabei spannt er seine belgische Schäferhündin mit einer Zugleine vor seinen Scooter, rollt leicht an – und schon zieht der Vierbeiner los. Der Tretroller setzt sich in Bewegung und mit hohem Tempo saust das Zuggespann über die Wiese. «Es ist schön, dass ich den Hund hier einfach auslaufen lassen kann, dass er alle Energie rauslassen kann und mehr oder weniger frei ist», sagt Reitz, der mit Kira seit rund zwei Jahren das sogenannte Dogscooting macht.

Seine Hündin sei «ein Power-Paket». Und wenn sie ihn gezogen habe, sei sie wohlig entspannt. «Sie liegt dann abends glücklich am Sofa.» Und er genieße es, mit seiner Hündin bei solchen Touren in der Natur zu sein, sagt der Bäcker aus Hockweiler bei Trier. «Es ist ein tolles Gefühl.» Auf die Idee, sich einen Dogscooter zuzulegen, kam Reitz, weil er nach etwas suchte, um seine Hündin auszulasten. Den Scooter zu ziehen, lernte sie ganz schnell: «Wir haben das zwei, drei Mal geübt – dann ist sie schon geradeaus gelaufen.»

Rollerfahren mit dem Hund sei «eine Trendsportart», sagt Trainer Markus Behr in Üxheim-Ahütte (Kreis Vulkaneifel). Er gilt im Hundeschulen-Netzwerk von Hunde-Profi Martin Rütter als Experte für Zughundesport. Es gebe das Dogscooting zwar schon ein paar Jahre, aber: «Es findet immer mehr Anhänger. Man kann schon sagen, dass da weiter ein Boom vorhanden ist», meint Behr. Prinzipiell sei der Sport für jeden lauffreudigen Hund geeignet.

Überhaupt werde Outdoor-Sport mit dem Hund als Partner zunehmend beliebter. Beim sogenannten Canicross halten sich Hundebesitzer und Vierbeiner – durch eine Leine verbunden – beim Laufen durchs Gelände fit. Beim «Bikejöring» wird der Hund mit einem Zugseil am Fahrrad befestigt. Und dann gebe es noch das Training mit einem dreirädrigen Wagen «Dogtrike» oder einem vierrädrigen Modell «Sacco Cart», das meist von zwei Hunden gezogen werde, erzählt Behr.

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