Bischof Ackermann: Christen müssen ihren Lebensstil ändern

10
Der Trierer Bischof Stephan Ackermann spricht in Trier.

Bildquelle: Foto: Harald Tittel/(dpa) Archiv

TRIER. Angesichts der Klimakrise müssen Christen nach Ansicht des Trierer Bischofs Stephan Ackermann zu einer Änderung ihres Lebensstils bereit sein. «Für mich als Christ heißt das, ernsthaft darauf zu achten, dass wir nicht auf Kosten anderer leben», sagte Ackermann der Deutschen Presse-Agentur zu Konsequenzen des Klimawandels. Und zwar weder auf Kosten der künftigen Generationen als auch der Menschen heute. «Wir sehen ja jetzt schon, dass die Menschen auf der Südhalbkugel auch leiden unter dem, was wir an Energie schon verbraucht und verbrannt haben.»

An der Notwendigkeit eines geringeren Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid bestehe kein Zweifel: «Der muss verringert werden. Wir müssen unseren Lebensstil ändern.» Dazu brauche es politischen Willen. Allerdings brauchten Politiker auch «das Gespür, dass ihre Politik von den Bürgerinnen und Bürgern mitgetragen wird».

«Die christliche Perspektive sagt ja auch, dass Verzicht auf einen bestimmten Konsum nicht automatisch eine Einbuße der Lebensqualität bedeutet», sagte der Bischof. «Qualität ist nicht gleichzusetzen mit möglichst viel Konsum.» Seiner Ansicht nach bestehe Lebensqualität in Konzentration auf Wesentliches.

Das christliche Menschenbild gehe davon aus, dass dem Menschen die Erde anvertraut sei: Aber nicht als Material, das einfach verbraucht werden könne: Tiere, Umwelt und Schöpfung seien «kein Verbrauchsmaterial».

10 KOMMENTARE

  1. Ja, im Grunde genommen richtig. Denke, da müssen aber nicht nur die „normalen“ Christen sich ändern. Das gilt auch für „andere“ Christen; man nehme z.B.: Franz-Peter Tebartz-van Elst usw. usw. usw.

    Außerdem sollte „die Kirche“ sich mal besser um die ganzen Ordensmenschen kümmern, die es jahrelang so gut mit den kleinen Kindern gemeint haben!!!

    Ergo: Es gibt auf beiden Seiten noch viel zu tun!

  2. Schön und gut aber die Christen sind nicht die einzogen Bewohner der Erde mit bald 7 , 5 Milliarden Bewohnern wird es schwer bei allen eine Änderung zu erreichen, insbesondere da einem Grossteil der Menschen die Probleme wohl nicht einmal bewusst sind. Die Erdbevölkerung wird weiter steigen so lange bis alle Ressourcen verbraucht und die Umwelt endgültig vergiftet ist, dann werden wir aussterben.

  3. Bevor die Popen uns eine Änderung unseres Lebensstils aufschwätzen wollen,

    sollten die sich erst mal hinterfragen, was sie in den letzten Jahren verbrochen haben.

    Also pssst Herr Ackermann

  4. Sehr geehrter Herr Bischof Ackermann, dann möge doch bitte Ihre verehrter Glaubensbruder Tebartz van Eltz damit beginnen. Wenn man Ihnen zuhört, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln, die hohen Herren leben in Palästen, Familien mit Kindern und alleine Erziehende müssen sich Monat für Monat durch das Leben plagen, und die Herren, im langen Kleidchen, essen Rinderfilet. So soll es sein. Von mir kriegt Ihr keinen Pfennig mehr. Tschö mit Ö.

  5. Haben Sie ihr Auto schon verkauft Herr Ackermann und dafür eine Bahncard?
    Spenden Sie die Hälfte ihres Einkommens für Wiederaufforstungen in Afrika?
    Das Hauptproblem der Erdes ist die Übervölkerung aber solange Ihr Amtskollege in Nairobi Kondome als Teufelswerk geisselt…

  6. Man könnte ja meinen Herr Ackermann würde nächsten Sonntag für die Grünen zur Europawahl antreten !
    Wo wir schon beim Thema Verzicht und Sparen sind , eins kann man sich auf jedenfall sparen nämlich die Kirchensteuer .

  7. Grundsätzlich ist eine lebensveränderung wegen des Klimas richtig. Wenn jedoch gerade die katholische Kirche davon spricht nicht auf Kosten anderer zu leben ist das doch wohl eine Unverschämtheit. Diese lebt seit 2000 Jahren auf kosten anderer in Pomp und Saus und Braus.
    Das heizen deren Paläste verschlingt Unsummen an Ressourcen die von der Kirchensteuer gezahlt werden. Also auch nicht von der Kirche selbst.
    Gerade die katholische Kirche hat vorbiheer eigenen Tür genug zu kehren und sollte sich mit guten Ratschlägen gegenüber anderen besser bedeckt halten und sich in Demut zeigen.

  8. „Wasser predigen und Wein trinken“ !! Im Grunde alles okay, aber wer fängt wo an, Herr Ackermann?
    Wie sieht es den bei den Ordensmännern aus, alle zu Fuss oder mit Bus oder Bahn unterwegs, alle Konsumgüter abgeschafft.? Wieviele Pfarrhäuser stehen leer und würden dringend von Wohnungssuchenden benötigt. Durch welche Gelder wird der Unterhalt dieser Häuser eigentlich fianziert, Herr Ackermann? Vom Vermögen Ihrer Kirche? Fragen über Fragen! Erstmal vor der eigenen Tür kehren, bevor man den Schäfchen der Kirche Empfehlungen erteilt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.