Preise für Hausgrundstücke in Trier zwölf Prozent höher

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Photo by CTHOE (Author), CC BY-SA 3.0 (Licence)

TRIER. Grundstücke für Einfamilienhäuser in Trier verteuerten sich 2018 durchschnittlich um zwölf Prozent. Ähnlich hoch fiel der Preisanstieg beim Verkauf gebrauchter Eigentumswohnungen mit einem Durchschnittsplus von elf Prozent aus. Dabei gibt es aber markante Unterschiede zwischen den Stadtteilen.

Wie aus dem Bericht 2019 der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte hervorgeht, gab es 2018 einen rekordverdächtigen Zuwachs von 19 Prozent bei gebrauchten Wohnungen in den Bezirken Heiligkreuz, Feyen und Weismark sowie im Westen der Stadt. Stabil waren die Preise für Wohnungen der 50er bis 70er Jahren in der Innenstadt sowie im Südwesten. Ähnlich sah die Entwicklung bei gebrauchten Appartements bis 40 Quadratmeter aus.

Bei größeren Wohnungen der Jahrgänge 1990 bis 1999 gab es die teuersten Lagen im Süden und Osten (2800 Euro pro Quadratmeter) gefolgt von Trier-Nord (2700) sowie Olewig, Tarforst und Filsch (2600 Euro). In den Preisen sind die Anteile für Autoabstellplätze nicht enthalten. Insgesamt entfiel mehr als ein Drittel und damit rund 19.000 Quadratmeter der 2018 verkauften Wohnbaufläche auf Neubauten. Die rege Bautätigkeit der letzten Jahre führte zu insgesamt mehr als 1300 Verkäufen neuer Eigentumswohnungen seit 2014. ­

Die Preise für Neubauwohnungen legten im Vergleich mit 2017 um rund sieben Prozent zu. Teuerste Lage war die Innenstadt (4200 Euro pro Quadratmeter), gefolgt von Trier-Nord und -Ost sowie Tarforst und Filsch (4000 Euro) sowie Feyen mit dem Neubaugebiet Castelnau (3700 Euro). Auch bei den Grundstückspreisen für Ein-/Zweifamilienhäuser gibt es deutliche Unterschiede: Im Nordwesten der Stadt wurde mit einem Plus von fünf Prozent ein Wert verzeichnet, der unter dem statistischen Gesamtzuwachs von zwölf Prozent lag. Die meisten Verkäufe von Neubaugrundstücken wurden im Gebiet BU 14 registriert.

Neue Einfamilienhäuser wurden zwischen rund 2700 und 4000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (einschließlich Bodenwertanteil und Garage) gehandelt. Gebrauchte Einfamilienhäuser lagen 2018 im Durchschnitt etwa zwölf Prozent über dem Vorjahresniveau. Für Mehrfamilienhäuser wurden im Zweijahresvergleich (2017 und 2018) durchschnittlich 17 Prozent höhere Preise erzielt. Gemischt genutzte Immobilien außerhalb der Fußgängerzone legten in diesem Zeitraum um mehr als 20 Prozent zu.

Flächen der Land- und Forstwirtschaft sowie für Freizeitnutzungen (Gärten, private Kleingärten und andere Erholungsflächen) waren mit 70 Verkäufen in der Preissammlung vertreten. Insgesamt machen sie weniger als 0,1 Prozent des Gesamtumsatzes in Trier aus und sind damit nur eine marginale Größe.

Der Bericht mit dem Titel „Daten und Fakten zum Trierer Immobilienmarkt“ enthält einen detaillierten Überblick über den Immobilienmarkt 2018. Die Geschäftsstelle des Ausschusses hat rund 1500 Kaufverträge mit einem Volumen von fast 510 Millionen Euro ausgewertet. Erstmals bietet der Bericht Hinweise, wie sich bei neuen Eigentumswohnungen das Geschoss auf den Preis auswirkt, die wohnflächenbezogene Auffächerung der Liegenschaftszinssätze für Appartements sowie Informationen zu Marktanpassungsfaktoren hochpreisiger Einfamilienhausgrundstücke. Dabei geht es um die Differenz zwischen dem von den Experten festgestellten Sachwert und dem tatsächlich erzielten Preis. Mit den Daten kann man außerdem den Wert seines bebauten Grundstücks oder Eigentumswohnung überschlägig schätzen.

Der Bericht bietet außerdem mit seinem ­Informationsteil über gesetzliche Grundlagen und der Erläuterung von Fachbegriffen Einblicke in die Grundstücksbewertung. Hierzu sind Beispielberechnungen zur überschlägigen Ermittlung des Verkehrswerts und der Durchschnittspreise für unbebaute Grundstücke, Ein- und Zweifamilienhäuser, Eigentumswohnungen, Garagen und Pkw-Einstellplätze sowie von Geschäftsimmobilien und Mehrfamilienhäusern enthalten

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