++ Nich enden wollende Machtkämpfe – Zukunft weiter unklar – Krisentreffen am Montag ++

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Foto: dpa-Archiv

Der sportliche Abwärtstrend ist beim finanziell angeschlagenen 1. FC Kaiserslautern nur noch Nebensache. Gehemmt von den Sorgen um die Zukunft und abgelenkt vom nicht enden wollenden Machtkampf in der Führungsriege kassierten die Pfälzer mit dem 0:2(0:1) bei den Würzburger Kickers am Samstag die vierte Niederlage in den vergangenen sechs Partien. Die Frage, ob der Traditionsverein die fehlenden finanziellen Mittel für die Lizenz in der kommenden Drittliga-Saison auftreiben kann, ist weiter ungeklärt.

Am Dienstagabend läuft eine Frist des Kreditgebers Quattrex ab, die für den FCK entscheidende Bedeutung hat. Am Montag soll es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur zu einem Treffen aller Beteiligten kommen. Finanz-Geschäftsführer Michael Klatt, der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Littig, die noch nicht bekannten regionalen Investoren und Vertreter von Quattrex werden dann über die Zukunft des viermaligen deutschen Meisters verhandeln.

Entscheidend wird dabei sein, ob der FCK weiter auf die Zusammenarbeit mit dem Finanzpartner Quattrex zählen kann. Mit dem Stuttgarter Unternehmen, dass dem Fritz-Walter-Club bereits in den vergangenen Jahren Darlehen über sechs Millionen Euro gewährte, wird derzeit über eine erneute Finanzspritze in Höhe von drei bis vier Millionen Euro verhandelt. Nur wenn die Lauterer die von Quattrex gestellten Bedingungen bis Dienstagabend erfüllen und einen langfristigen Plan vorlegen, der über die Lizenzerteilung in diesem Sommer hinausgeht, kann mit einer weiteren Unterstützung gerechnet werden.

Am Mittwoch sollten die Verantwortlichen somit Planungssicherheit haben. Für den Fall, dass Quattrex abspringt, müsste die regionale Investorengruppe, die zuletzt drei Millionen Euro Eigenkapital in Aussicht gestellt hat, die Lücke schließen, um die Lizenz zu sichern. Die Namen der Investoren sind Klatt jedoch noch nicht bekannt. Die vom Geschäftsführer gesetzte Frist zu internen Veröffentlichung ist inzwischen verstrichen – ein weiteres Kapitel in dem seit Monaten schwelenden Streit zwischen Beiratsmitgliedern und der Geschäftsführung.

Auf dem Betzenberg drängt sich vermehrt der Eindruck auf, dass einige Protagonisten weiter Machtspiele betreiben und die eigenen Interessen über das Vereinswohl stellen. Auch wenn dem FCK die Lizenz für die kommende Drittliga-Spielzeit erteilt wird, gefährdet die aktuelle Posse das Ziel Zweitliga-Aufstieg immens. Denn die fehlende Planungssicherheit, verbunden mit den noch nicht zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln, schränken Sport-Geschäftsführer Martin Bader in der Kaderplanung massiv ein.

Die Partie am Samstag passte jedenfalls zur Gesamtsituation beim Tabellenneunten. Einzig Torhüter Lennart Grill war es zu verdanken, dass das Gastspiel in Bayern nicht in einer deutlicheren Niederlage endete. Orhan Ademi (7. Minute) und Dominic Baumann (69.) sicherten Würzburg vor 7548 Zuschauern den Sieg.

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