Jagdbverband vs. Naturschützer – Ist Rheinland-Pfalz ein Lebensraum für Wölfe?

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dpa: Patrick Pleul / dpa-Archiv

RHEINLAND-PALZ. Der Landesjagdverband sieht in Rheinland-Pfalz keinen geeigneten Lebensraum für ein oder mehrere Wolfsrudel.

Mit der extensiven Viehhaltung, dem Wandertourismus und Hundehaltern gebe es viele Konfliktfelder, sagte Verbandspräsident Dieter Mahr beim Landesjägertag am Freitag in Montabaur. Man wolle das Tier nicht verteufeln, aber auch nicht verharmlosen, hieß es vom Verband. Daher stünden die Jäger weiter zu dem Wolfs-Managementplan des Landes, der als «offenes System» im Umgang mit den Wölfen angelegt sei.

Anders sieht das die Naturschutzinitiative: «Hier gibt es durchaus Lebensraum für den Wolf», sagte Vorstandsmitglied Gabriele Neumann mit Blick auf den Westerwald. Zudem wies die Naturschützerin darauf hin, dass der Wolf dem Jäger auch helfe, indem er alte und kranke Tiere reiße und so die Bestände gesund halte. Der Mensch müsse sich wieder daran gewöhnen, wilden Tieren Raum zu geben, sagte Neumann.

Bislang hat sich eine Wölfin am ehemaligen Truppenübungsplatz Daaden/Stegskopf im Westerwald dauerhaft niedergelassen. Das Gebiet ist mittlerweile offiziell als Wolfsterritorium ausgewiesen. Insgesamt sind laut Umweltministerium 17 Fälle bekannt, in denen Wölfe in Rheinland-Pfalz nachgewiesen wurden. Wahrscheinlich handele es sich um sechs bis zehn Tiere, sagte eine Sprecherin.

2 KOMMENTARE

  1. Lasst die Wölfe einfach in Ruhe, Ihr habt Sie ausgesetzt und wollt Sie wieder Auslöschen irgendwie widerspricht sich das ganze.

    • Nein, das sind zwei unterschiedliche Sachverhalte: ausgesetzt hat sie der NABU (Stichwort: „Kofferraum-Wölfe“ oder obskure „Weitwanderungen“), mit dem Problem auseinandersetzten müssen sich Andere.

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