Vorschlag zum landesweiten Semesterticket – So teuer könnte es werden

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MAINZ. Ein mögliches landesweites Semesterticket für Studenten in Rheinland-Pfalz könnte unter bestimmten Umständen 50 Euro pro Semester kosten. Diesen Betrag haben die Verkehrsverbünde vorgeschlagen, wie aus einer Antwort des Wissenschaftsministeriums in Mainz auf eine Anfrage aus der CDU-Landtagsfraktion hervorgeht.

Voraussetzung dafür wäre nach Ministeriumsangaben, dass sich alle Hochschulen daran beteiligen. Bei einer geringeren Beteiligung müsste der Preis angepasst werden. Sollte das Saarland einbezogen werden, käme demnach ein Zuschlag von zehn Euro dazu.

Absolutes Minimum für die Schaffung eines landesweiten Semestertickets wäre der Antwort zufolge die Beteiligung von mindestens einem Drittel aller Studierenden und einem Drittel aller Hochschulen. Die einzelnen Hochschulen müssten sich verpflichten, alle derzeit bestehenden verbundweiten Semestertickets weiterhin aufrechtzuerhalten. Der landesweite Geltungsbereich sei dann ein Zusatzangebot. Möglich werde der unter bestimmten Umständen denkbare Preis von 50 Euro auch wegen des Landeszuschusses nach Paragraf 45a des Personenbeförderungsgesetzes, schrieb das Ministerium.

Im Koalitionsvertrag der rheinland-pfälzischen Ampel-Koalition von 2016 heißt es, SPD, FDP und Grüne halten die Schaffung eines landesweiten Semestertickets für sinnvoll und wollen die Interessenvertretungen der Studierenden bei der Erreichung des Ziels unterstützen. Nach Ministeriumsangaben gab es im November 2017 und im August 2018 dazu Treffen eines Runden Tisches mit Vertretern der Studierendenschaften, der Verkehrsverbünde, der Studierendenwerke sowie der Landesregierung. Die Landesastenkonferenz wolle die im Raum stehenden Zahlen nun zunächst mit den Studierendenschaften und Studierendenwerken diskutieren. Im Nachbarland Nordrhein-Westfalen gibt es beispielsweise schon ein landesweites Semesterticket.

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