Säugling lebensgefährlich misshandelt – Das sagt die Mutter zu den Vorwürfen!

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Symbolbild // Foto: dpa

FRANKENTHAL. Im Prozess um lebensgefährliche Verletzungen eines Säuglings hat die angeklagte Mutter die Vorwürfe zurückgewiesen und den mitangeklagten Vater für die Taten verantwortlich gemacht. Sie gehe davon aus, dass ihr nach einer Kneipentour alkoholisierter und aggressiver Lebensgefährte seinen Zorn an dem sieben Monate alten Kind ausgelassen habe, erklärte die 26-Jährige am Dienstag in einer Erklärung, die ihr Anwalt im Landgericht Frankenthal verlas.

Der 24-Jährige, der schon früher oft jähzornig gewesen sei, habe das weinende Kind in der Vergangenheit an den Beinen hochgezogen sowie möglicherweise fallengelassen. Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft sagte am Rande des Prozesses zu der Erklärung: «Das ist nicht das, wovon wir ausgehen.» Der Lebensgefährte der Mutter äußerte sich am Dienstag zwar ausführlich zu seiner schweren Kindheit und Jugend, nahm zu den konkreten Vorwürfen aber keine Stellung.

Auch die Mutter sprach am zweiten Verhandlungstag über ihre Vergangenheit. Beide Angeklagten stammen demnach aus prekären Verhältnissen mit Drogenkonsum und abgebrochenen Berufsausbildungen. Das Gericht wollte am Mittag eine Kinderärztin und eine Sprechstundenhilfe als erste Zeugen vernehmen. Der Prozess in der pfälzischen Stadt findet unter starken Sicherheitsvorkehrungen statt, ein Grund dafür sollen Drohungen im Internet gegen das Paar sein.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten aus Ludwigshafen vor, im Oktober 2018 den damals sieben Wochen alten Sohn schwer misshandelt zu haben. Der Säugling soll schwerste Verletzungen im Rektal- und Genitalbereich sowie Schädel- und Rippenfrakturen erlitten haben.

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