Schüler protestieren gegen Mathe-Aufgaben beim Abitur

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Schülerinnen und Schüler demonstrieren gegen die Aufgaben in ihrem schriftlichen Mathe-Abitur. Foto: Federico Gambarini

Schüler aus dem Saarland und anderen Bundesländern gehen wegen einer ihrer Ansicht nach zu schweren Abi-Prüfung im Fach Mathematik auf die Barrikaden.

Schülerinnen und Schüler demonstrieren gegen die Aufgaben in ihrem schriftlichen Mathe-Abitur. Foto: Federico Gambarini[/caption]In einer Online-Petition, die an das saarländische Bildungsministerium gerichtet ist, heißt es über die Prüfung am vergangenen Freitag: «Zu schwer, ein zu hoher Erwartungshorizont, zu wenig Zeit und allgemein im Vergleich viel schwieriger als die vorigen Abiturprüfungen – das Matheabitur 2019.» Bis zum Sonntagabend gab es rund 3300 Unterschriften.

Initiator der Petition ist der Schülersprecher des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums Saarbrücken, Philipp Martini. Schüler-Vertreter von mehr als 30 Schulen haben sich dem Protest angeschlossen.

Die Linke im Saarländischen Landtag forderte angesichts der heftigen Proteste gegen die Mathe-Abi-Prüfung eine Überprüfung. Die bildungspolitische Sprecherin Barbara Spaniol sagte: «Der Vorwurf, dass in der Prüfung Aufgaben auftauchten, die nicht Gegenstand des Unterrichts waren, muss aufgeklärt werden. Gegebenenfalls muss auch das Verfahren zur Auswahl von Abituraufgaben auf den Prüfstand.» Die Linke werde das Thema auch auf die Tagesordnung des Bildungsausschusses setzen.

Auch in Niedersachsen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern protestierten Schüler gegen das Mathe-Abitur. So heißt es in einer an das bayerische Kultusministerium gerichteten Online-Petition: «Wir Abiturienten bitten darum, den Notenschlüssel des Mathematik Abiturs in Bayern 2019 zu senken und dem Schwierigkeitsgrad anzupassen.» Begründet wird dies mit Aufgabenstellungen, die vorher kaum einer gesehen habe, dies betreffe vor allem Geometrie und Stochastik.

4 KOMMENTARE

  1. Liebe Schüler, ihr macht euch lächerlich!

    Auf der Universität bzw. Fachhochschule merkte ich dann, das die Unterschiede bzgl. den Lehrplänen im Bundesgebiet gewaltig sind.

    Letztendlich war es gut, dass mein Mathelehrer mich immer gut gefordert hatte, auch wenn es mich als Schüler oft geärgert hatte. Z.B hatten wir einen Lehrmeister in Mathematik der unbedingt auf seine bayerische Publikation beim Lehrstoff in der gepocht hatte, um uns die wesentlichen Bestandteile fürs Studium beizubringen.

    Fazit, was manche Studenten an Vorkenntnissen mit an die Hochschulen bringen, war mit Verlaub schon Anfang 2000 unter aller Kanone.

    •Kein Horner Schema + newtonische Näherung bei Unstetigkeiten

    • keine Matrizen

    • keine auszureichnende Integralrechnung

    Habe ich alles als Tutoriumsleiter an der Hochschule feststellen dürfen.

    Und jetzt diese Forderung der Schüler, wobei der Stoff weitaus nicht mehr so hart ist, wie z.B noch zw. 1990 und dem Millennium.

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