Bienensterben in RLP – Jedes siebte Bienenvolk im Winter gestorben

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RHEINLAND-PFALZ. Die rheinland-pfälzischen Imker sind mit ihren Bienenvölkern schlechter durch den Winter gekommen als ihre Kollegen im Bundesdurchschnitt. Das ergab eine Befragung von rund 12 000 Berufs- und Hobbyimkern in Deutschland. Etwa 1100 der befragten Imker kamen aus Rheinland-Pfalz, wie Christoph Otten vom Fachzentrum Bienen und Imker in Mayen in der Osteifel mitteilte.

Der Umfrage zufolge starben nach Angaben Ottens etwa 16,1 Prozent der Bienenvölker in Rheinland-Pfalz im vergangenen Winter. Das ist ungefähr jedes siebte Bienenvolk. Besonders hoch waren die Ausfälle im Raum Koblenz mit 16,8 Prozent. Etwa jedes sechste Bienenvolk war hier betroffen. Am geringsten waren die Verluste rund um Trier. Hier lag die Ausfallquote bei 13,7 Prozent. Bundesweit verloren die Imker der Umfrage zufolge 14,9 Prozent ihrer Bienenvölker. Das waren drei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Die Gründe für das Bienensterben seien nicht eindeutig bestimmbar, sagte Klaus Eisele vom Imkerverband Rheinland-Pfalz. Die Varroa-Milbe gilt als ein Hauptgrund für den Tod von Bienenvölkern. Eine Ursache für die bundesweit geringeren Verluste seien die schlechten Lebensbedingungen für die Varroa-Milbe im Winter 2017/18 gewesen, sagte Eisele. Da der Winter relativ lang war, startete die Blüte und damit die Bienenzeit spät. Dadurch hatten die Varroa-Milben weniger Zeit, sich in den Stöcken bis zum darauf folgenden Winter zu vermehren – der Parasitenbefall hielt sich also in Grenzen.

Christoph Otten blickt mit Sorge in die Zukunft. Der zurückliegende Winter war früh vorbei, die Bienen flogen früh aus – und schleppten dementsprechend früh Varroa-Milben in ihre Stöcke. Daher schätzt Otten, dass die Ausfälle im kommenden Winter deutlich höher sein werden.

Klaus Eisele vom Imkerverband wies darauf hin, dass die Umfrage des Fachzentrums für Bienen und Imker freiwillig gewesen sei. Möglicherweise hätten sich daher verstärkt betroffene Imker an der Umfrage beteiligt. Die Ergebnisse seien daher keine exakte Abbildung des Bienenvolk-Bestands.

1 KOMMENTAR

  1. Nun, es ist zumindest in den ländlichen Gebieten offenkundig, dass die zugelassenen Spritzmittel des Konzerns „Monsanto“, das Bienensterben forcieren, wie in unserem Ort gleich zwei Imker erleben mussten.

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