Nach Messer-Angriff auf Schwangere: Anklage wegen versuchten Mordes

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Messerattacke Blaulicht
Foto: dpa-Archiv

BAD KREUZNACH. Rund dreieinhalb Monate nach der Messerattacke auf eine Schwangere in einer Bad Kreuznacher Klinik hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Sie wirft dem mutmaßlichen Täter versuchten Mord, gefährliche und schwere Körperverletzung sowie einen Schwangerschaftsabbruch vor, wie Oberstaatsanwalt Michael Brandt am Montag mitteilte.

Zudem werde der 25-Jährige wegen Vergewaltigung angeklagt. Die Anhaltspunkte für diese Straftat hätten sich im Verlaufe der Ermittlungen ergeben. Er soll die Gleichaltrige Monate vor dem Messerangriff im südhessischen Biblis in einer Wohnung vergewaltigt haben. In dem rund 70 Kilometer entfernten Ort hatten sich das Opfer und der mutmaßliche Täter kennengelernt. Zuvor hatte der SWR über die Anklage berichtet.

Bei dem Angriff auf die gleichaltrige Schwangere war das gemeinsame ungeborene Kind so schwer verletzt worden, dass es kurze Zeit später starb. Die Schwangere war durch die Stiche lebensbedrohlich verletzt worden und musste notoperiert werden. Sie habe deutlich sichtbare Narben davongetragen, sagte Brandt. Der mutmaßliche Täter, ein 25 Jahre alter Asylbewerber aus Afghanistan, habe sich nach kurzer Flucht der Bundespolizei am Bahnhof von Bad Kreuznach gestellt. Er war seit 2015 in Deutschland und sitzt in Untersuchungshaft. Die Frau – eine Polin – sei wegen ihrer Schwangerschaft im Krankenhaus gewesen.

Der genau Hintergrund der Tat ist bislang unbekannt. Wann der Prozess vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Bad Kreuznach beginnt, steht noch nicht fest

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