Personalengpässe sorgen für Behinderungen im Bahnverkehr

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Symbolbild // Foto:dpa

Viel ist von Fachkräftemangel die Rede. Wenn es um Lokführer und andere Mitarbeiter von Bahnunternehmen geht, hat das Thema schnell direkte Auswirkungen auf viele Menschen – so wie nun gleich an mehreren Stellen in und um Mainz und Koblenz.

Hier fehlt ein Fahrdienstleiter, dort sind Lokführer Mangelware: Sowohl bei der Deutschen Bahn als auch bei der privaten Mittelrheinbahn sorgen Engpässe beim Personal für Probleme. Bei der Deutschen Bahn war es eine kurzfristige Krankmeldung eines Fahrdienstleiters im Rüsselsheimer Stellwerk, die am Sonntag den Fernverkehr in der Region kräftig ausbremste. Ein Bahnsprecher erklärte am Montag, in solchen Fällen seien Behinderungen kaum vermeidbar, denn Fahrdienstleiter seien speziell für bestimmte Stellwerke und deren Besonderheiten geschult. Es könne nicht einfach ein Mitarbeiter aus einem anderen Stellwerk einspringen.

Die Mittelrheinbahn muss wegen zu wenig Lokführern sogar eine Reihe von Zugverbindungen zwischen Koblenz und Mainz streichen. Ein «reduzierter» Ersatzfahrplan gelte vom kommenden Montag (6. Mai) an werktags bis voraussichtlich 30. August 2019 auf der linksrheinischen Strecke über Bingen, teilte die Betreibergesellschaft Trans Regio Deutsche Regionalbahn GmbH in Koblenz mit. Betroffene könnten auf andere Züge der Mittelrheinbahn sowie auf Verbindungen der Deutschen Bahn und der Vlexx GmbH ausweichen. Der Mangel von Lokführern zwinge Bahnunternehmen bundesweit zur Änderung ihrer Fahrpläne, hieß es weiterhin. Die Mittelrheinbahn suche mit Hochdruck neue Mitarbeiter.

Auch der Sprecher der Deutschen Bahn verwies darauf, dass es an mehreren Stellen schwierig sei, geeignetes Personal zu finden – neben Fahrdienstleitern unter anderem auch bei Lokführern oder Busfahrern. Die Deutsche Bahn hat nach eigenen Angaben im ersten Quartal 650 angehenden Fahrdienstleitern eine Einstellungszusage gegeben. Die müssten aber noch ausgebildet werden, sagte der Sprecher. Auf eine Grundausbildung folge die Spezialausbildung für ein Stellwerk.

Im Fall des erkrankten Fahrdienstleiters im Rüsselsheimer Stellwerk am Sonntag konnten mehrere Stunden lang zahlreiche Fernzüge den Frankfurter Flughafen und den Mainzer Hauptbahnhof nicht anfahren. Betroffen waren zwischen 6.00 und etwa 15.00 Uhr ICE- und IC-Züge auf der Strecke Frankfurt-Mainz. Der Fernverkehr zwischen Frankfurt und Koblenz wurde umgeleitet. Die S-Bahnen fuhren, aber nicht zwischen Raunheim und Mainz-Bischofsheim. Am Nachmittag sei ein Kollege ersatzweise eingesprungen, sagte der Bahnsprecher.

(dpa)

1 KOMMENTAR

  1. …Wir sind in RLP, wie kann es da sowas geben, hier laufen doch lauter qualifizierte Fachkräfte rum, die von Dreyer und co. durch Familiennachzug grosszügigst hofiert werden… möchte man sagen.
    Das ist aber nicht einmal der Kern des Problems. Der Kern des Problems ist dass die Steuerlast mittlerweile so hoch ist in Deutschland dass es oft besser ist zuhause zu bleiben oder im Ausland zu arbeiten, auch dank SPD.
    Wir haben keinen Fachkräftemangel, wir haben einen Mangel an Leuten die arbeiten wollen weil zu mies bezahlt wird, das ist was anderes.
    Fahrdienstleiter RLP. Durchschnittseinkommen ca 2800 brutto, für die Verantwortung und die Schichtarbeit witzlos.

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