Durchsuchung bei Waffenhändler aus Kordel: Sichtung des Arsenals dauert

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KORDEL. Auch sechs Wochen nach der Durchsuchung bei einem Waffenhändler und mutmaßlichen Reichsbürger aus Kordel bei Trier ist die Kreisverwaltung Trier-Saarburg mit der Registrierung des umfangreichen Waffenfundes beschäftigt.

«Das wird uns noch eine Zeit beschäftigten», sagte der Sprecher der Behörde, Thomas Müller, am Freitag. Etwa 1000 Gewehre, mehrere hundert Pistolen sowie erhebliche Mengen Munition, Schwarzpulver und Pyrotechnik seien sichergestellt worden.

Das sichergestellte Waffenarsenal sei so umfangreich, dass laut Behördensprecher Müller eine externe Firma mit Expertise in Sachen Waffen engagiert wurde. Die Waffen seien an einem extra organisierten, gesicherten Lagerort deponiert worden. Ein großer Teil des Arsenals sei wohl für den Verkauf gedacht gewesen, sagte Müller. Der Mann sei Waffenhändler und als Büchsen- und Sprengstoffmeister hoch qualifiziert, aber auch privat Waffennarr und -sammler. So seien auch eine Ritterrüstung und mittelalterliche Stoßwaffen sichergestellt worden.

Bei einem Großeinsatz Mitte März hatte der Kreis unter Begleitung der Polizei und von Spezialkräften die Waffen des Mannes sichergestellt, da er Teil der Reichsbürgerbewegung sein soll. Laut eines Beschlusses des Oberverwaltungsgerichts in Koblenz vom Dezember 2018 ist das nicht vereinbar mit der für den Waffenhandel nötigen Zuverlässigkeit. Reichsbürger lehnen die Bundesrepublik als Staat und ihre Behörden ab.

Die Registrierung der Waffen soll noch bis Ende Mai andauern. Anschließend solle überprüft werden, ob der Mann für alle Waffen Besitznachweise habe, sagte Müller. Sollte dies der Fall sein, würde die Behörde die Waffen verkaufen und der Mann den Erlös erhalten.

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