Wohlstandsstudie – So groß sind die Unterschiede in Rheinland-Pfalz und Saarland

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Symbolbild. Foto: dpa-Archiv

RHEINLAND-PFALZ. Das durchschnittliche verfügbare Einkommen der Privathaushalte in Rheinland-Pfalz schwankt je nach Region stark: Teils liegt der Unterschied bei mehreren Tausend Euro, wie aus einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf hervorgeht. Am meisten Geld zum Einkaufen oder Sparen hatten 2016 demnach die Einwohner im Kreis Bad Dürkheim mit rund 25 600 Euro nach Steuern, Sozialabgaben und Sozialtransfers. Kaiserslauterer hatten im Schnitt nur rund 18 800 Euro zur Verfügung.

Für die Studie wertet das Institut Daten aus 401 Kreisen und kreisfreien Städten aus. Die Studie zeigt auch, dass im Zeitraum von 2000 bis 2016 in allen rheinland-pfälzischen Regionen das durchschnittlich verfügbare Einkommen gestiegen ist. Die Spannbreite reicht von einem Plus von 0,1 Prozent nach Abzug der Inflation in Mainz bis zu 23,3 Prozent im Rhein-Hunsrück-Kreis.

Eine Erklärung dafür liefert die Studie nicht. Generell sei es bei niedrigen Einkommen «wahrscheinlich, dass es eher steigt», sagte WSI-Experte Eric Seils. Umgekehrt verhalte es sich mit den höheren Einkommen, die eher sinken würden. «Den Wahrscheinlichkeitseffekt haben Sie immer drin.» Daraus lasse sich aber nicht ableiten, dass sich die Einkommen aneinander anglichen.

Regional könnten mehrere Faktoren eine Entwicklung beeinflussen, einer sei beispielsweise die wirtschaftliche Lage vor Ort. «Sehr hohe Einkommen spielen bei Durchschnittswerten eine große Rolle. Im Einzelfall können Sie einen sehr starken Anstieg haben, weil zufällig ein paar Milliardäre in eine nicht allzu große Stadt ziehen.»

EINKOMMEN IM SAARLAND

Die Einwohner im Kreis St. Wendel haben einer Studie zufolge im Schnitt mehr Einkommen zur Verfügung als andere Menschen im Saarland. Durchschnittlich kamen die Privathaushalte in dem Kreis im Jahr 2016 nach Steuern, Sozialabgaben und Sozialtransfers auf rund 21 350 Euro an verfügbarem Einkommen, wie aus einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Instituts (WSI) der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf hervorgeht. In anderen Regionen war es weniger. Am größten war der Unterschied zum Kreis Merzig Wadern: Dort mussten die Menschen im Schnitt mit fast 2290 Euro weniger auskommen.

Das Institut wertete für die Studie Daten aus 401 Kreisen und kreisfreien Städten aus. Demnach führte im Saarland der Kreis St. Wendel 2016 den Regionenvergleich an, obwohl dort das durchschnittlich verfügbare Einkommen seit dem Jahr 2000 nach Abzug der Inflation um drei Prozent gesunken ist. In den anderen Regionen dagegen stieg es auf dieser Basis im gleichen Zeitraum an, vor allem im Saarpfalz-Kreis (19,5 Prozent).

Eine Erklärung dafür liefert die Studie nicht. Generell sei es bei niedrigen Einkommen «wahrscheinlich, dass es eher steigt», sagte WSI-Experte Eric Seils. Umgekehrt verhalte es sich mit den höheren Einkommen, die eher sinken würden. «Den Wahrscheinlichkeitseffekt haben Sie immer drin.» Daraus lasse sich aber nicht ableiten, dass sich die Einkommen aneinander anglichen.

Regional könnten mehrere Faktoren eine Entwicklung beeinflussen, einer sei beispielsweise die wirtschaftliche Lage vor Ort. «Sehr hohe Einkommen spielen bei Durchschnittswerten eine große Rolle. Im Einzelfall können Sie einen sehr starken Anstieg haben, weil zufällig ein paar Milliardäre in eine nicht allzu große Stadt ziehen.»

(dpa)

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