Heimtückischer Mord: SOKO „Sprengfalle“ hat sich aufgelöst

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KAISERSLAUTERN. Im Kriminalfall mit tödlichen Sprengfallen in der Pfalz haben Ermittler in den vergangenen Wochen keine weiteren heimtückischen Explosionsvorrichtungen mehr entdeckt. Mittlerweile sei die Sonderkommission aufgelöst worden, aber noch nötige Untersuchungen würden neben der regulären Arbeit weiterlaufen, sagte ein Sprecher der Polizei in Kaiserslautern.

Die Behörden seien in den vergangenen Wochen weiteren Hinweisen nachgegangen, jedoch habe sich kein neuer Sachstand ergeben. Die Polizei geht von einem Gärtner als Einzeltäter aus, der Mann hatte sich selbst das Leben genommen. Hinweise auf einen eventuellen weiteren Beteiligten gebe es nicht, sagte der Sprecher.

Der Landschaftsgärtner hatte den Ermittlungen zufolge Anfang März einen 64 Jahre alten Arzt aus Enkenbach-Alsenborn mit einer Sprengfalle getötet, die aus einer Handgranate und Stahlkugeln bestand. Bei einer zweiten Explosionsvorrichtung in Otterberg, bei der Schwarzpulver in einem Holzstück versteckt war, habe er auch den Tod von Kindern in Kauf genommen, hieß es. Eine Mutter und ihre Tochter wurden verletzt. Eine dritte Sprengfalle in Fischbach wurde rechtzeitig entschärft. Hintergrund für den rücksichtslosen Rachefeldzug des 59-Jährigen war privater und geschäftlicher Streit.

Der Gärtner aus Mehlingen war Anfang März tot in seinem Haus gefunden worden. Der Obduktion zufolge starb er an einer selbst verabreichten Überdosis von Insulin. Bei der Durchsuchung des Hauses wurden zwei Kilo Schwarzpulver, Waffenteile und Stahlkugeln gefunden. Ermittler schließen nicht aus, dass er weitere Sprengfallen hinterlassen hat.

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