Gesundheit: Lästig, aber harmlos – Wenn der Lippenherpes Sie erwischt, hilft nur abwarten

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Symbolbild

TRIER. Oft weiß man genau, was ihn ausgelöst hat: Bei manchen ist es Stress, bei anderen Ekel, bei wieder anderen UV-Licht. Meist steckt ein geschwächtes Immunsystem dahinter, wenn die Bläschen an der Lippe sprießen. Was mit einem Kribbeln und Spannen beginnt und sich dann in unschönen juckenden Bläschen niederschlägt, ist für Erwachsene zum Glück in den allermeisten Fällen harmlos, so die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland. Nur wenn die Bläschen auf andere Hautpartien übergreifen oder Fieber und Unwohlsein hinzukommen, sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen. In seltenen Fällen kann sich das Virus im ganzen Körper ausbreiten und auch das Gehirn angreifen.

Im Normalfall muss man den Lippenherpes aber nicht behandeln. Rezeptfreie Salben aus der Apotheke lindern aber das unangenehme Gefühl; im besten Fall können sie, bei frühzeitigem Auftragen, die Leidenszeit etwas abkürzen. Manche Betroffene schwören auch auf das Behandeln mit Zahnpasta, Teebaumöl oder Honig – was auf keinen Fall schadet. Da die Bläschen hoch ansteckend sind, sind jedoch einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Vor allem sollten Sie darauf achten, dass Sie die Bläschen nicht aufkratzen. Die enthaltene Flüssigkeit ist nicht nur hoch infektiös, sondern dadurch entstehen schnell schwere Entzündungen.

Zur Vermeidung von Ansteckungen ist Küssen genauso tabu wie das gemeinsame Trinken mit anderen aus einem Glas. Auch auf die Hygiene, vor allem auf häufiges Händewaschen, sollte man penibel achten. So schützt man nicht nur andere, sondern auch sich selbst davor, die Viren an anderen Körperstellen weiter zu verbreiten. Besondere Vorsicht gilt im Umgang mit Säuglingen. Da ihr Immunsystem noch nicht richtig ausgebildet ist, kann eine Herpesinfektion für sie sehr gefährlich werden, erklärt die Gesundheitskasse.

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