Ein Schlusslicht in Deutschland: Rheinlandpfalz kommt bei „Fahrradklima-Test“ schlecht weg

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Ein Fahrradparkhaus, ein Fahrradbeauftragter und breite Radwege mit sichtbarer Trennung zum Autoverkehr – in Ingelheim leben laut einer Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) die zufriedensten Radler in Rheinland-Pfalz. Mit einer Bewertungsnote von 2,71 ist die Stadt aber im Vergleich zum landesweiten Schnitt ein Ausreißer nach oben, wie der Vorsitzende des Landesverbandes, Andreas Geers, am Donnerstag bei der Vorstellung der Landesergebnisse des «Fahrradklimatests 2018» mitteilte.

«Wir halten Rheinland-Pfalz für ein Schlusslicht in Deutschland», sagte Geers. Rheinland-pfälzische Städte mit mehr als 50 000 Einwohnern wurden laut der Studie durchschnittlich mit 4,3 bewertet – im Vergleich der Bundesländer bedeutet das den letzten Platz. «Das Land und die Kommunen müssen deutlich mehr tun», sagte Geers. Besonders schlecht schnitten etwa Neustadt an der Weinstraße (4,33), Bad Kreuznach (4,37), Koblenz (4,59) und Neuwied (4,74) ab.

An der bundesweiten Umfrage zu Sicherheitsgefühl und Zufriedenheit hatten in Rheinland-Pfalz im vergangenen Herbst knapp 4900 Radfahrer teilgenommen. Laut ADFC bewerteten sie etwa zu enge oder zugeparkte Radwege negativ. Es werde zu wenig kontrolliert und auf Falschparker reagiert, sagte Geers.

Insgesamt würden sich Radfahrer wenig sicher fühlen, viele Eltern würden ihre Kinder nicht alleine mit dem Rad fahren lassen. Positiv bewerteten Radfahrer etwa das Angebot öffentlicher Leihfahrräder und die Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr.

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