Von wegen Dunkeldeutschland – Ostdeutsche Wirtschaft mit leichtem Vorsprung

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Symbolbild

Bildquelle: dpa / Jens Wolf

Die größten Unternehmen seien im Westen gelistet – so sagen Skeptiker des Aufschwungs Ost. Dabei gibt es laut aktueller Zahlen des IWD keine Gründe zu klagen.

Eine Quote für Ostdeutsche in Betrieben, das starke Aufstreben der neuen Rechten im Osten, Flucht in den Westen – Die Schlagzeilen zum Thema Ostdeutschland der letzten Monaten werfen kein gutes Licht auf die neuen Bundesländer. Dabei sprechen die Zahlen des Instituts für Deutsche Wirtschaft zur Wirtschaftsleistung in Ost und West eine andere Sprache. Was steckt hinter der gemessenen Wirtschaftsleistung und was bedeuten die Zahlen für den Osten?

Wirtschaft im Aufschwung
Der wirtschaftliche Erfolg eines Landes wird anhand des Bruttoinlandsproduktes (BIP) gemessen. Um einen Vergleich zwischen der wirtschaftlichen Leistung der alten und neuen Bundesländer zu ziehen, hat das IWD die Werte nach dem Sitz der Unternehmen aufgelistet. Dabei kommt zum Vorschein, dass trotz der Konzentration der größeren im DAX gelisteten Unternehmen auf den Westen Deutschlands, der Osten mit leichtem Vorsprung dominiert.

Gründe dafür könnten darin liegen, dass im Osten mehr kleine und mittelständische Unternehmen angesiedelt sind, die aufgrund der im Vergleich zum Westen niedrigeren Löhne einen Vorteil am Standort Ost genießen. Ein Hauptgrund für den wirtschaftlichen Erfolg im Osten liegt auch darin, dass die gesamte Bundeshauptstadt Berlin zu den neuen Bundesländern gezählt wird. Argumente dafür, dass es realistisch viel schlechter steht, sollen das nicht sein: Auch Unternehmer sehen der Zukunft optimistisch entgegen.

Dienstleistungsgewerbe positiv gestimmt
Im Dienstleistungsgewerbe sind es laut Umfragen 39 Prozent der Firmen in Ost- und 37 Prozent in Westdeutschland, die der Zukunft positiv entgegensehen. Am positiven Klima sind mittelständische Dienstleister, z.B. Eventagenturen wie Events-Hoch2 aus Dresden beteiligt. Das Unternehmen, welches 2010 in Dresden gegründet wurde, bietet alle Aspekte von Firmenevents. Vom Shuttelservice bis zur Deko und dem Catering konnten die Agentur aus der Elbflorenz auf vielen Anlässen durch Professionalität und innovative Unterhaltung auf individuellen Events überzeugen und sich große Stammkunden aus verschiedenen Sektoren sichern. Dabei merkt man, dass das gute Klima sich auf die Feierlaune der Unternehmen in der Region und anderen Teilen Deutschlands auswirkt.

Weniger Arbeitslose, gute Aussichten
Neben BIP und verfügbarem Kapital für Feierlichkeiten und Events zeigt sich die Wirtschaftsleistung auch anhand der Arbeitslosenzahlen in Gesamtdeutschland. Seit 2005 sinkt die Zahl der Arbeitslosen laut Bundesagentur für Arbeit. Kleine Unterschiede gibt es hier zwischen Ost und West: Während in den alten Bundesländern 2018 eine Quote von 6,3 Prozent verzeichnet wurde, lag der Westen hier mit 4,5 Prozent leicht darunter.

Ostarbeiter effektiver?
Vergleicht man diese Zahlen mit den Werten der Wirtschaftsleistung des IWD fragt man sich, wie bei höherer Leistung mehr Menschen arbeitslos sein können. Gründe dafür können zum Beispiel in der höheren Produktivität der Ostunternehmen oder von Maschinen verrichtete Arbeit liegen. Viele Pendler von West nach Ost sind kein Argument: Die Anzahl der Pendler von den alten in die neuen Bundesländer ist laut Hannoversche Allgemeine zehnmal höher, als umgekehrt.

Das positive Klima dürfte auch in Zukunft anhalten. Schließlich ist Deutschland eines der wirtschaftlich stabilsten Länder in der Europäischen Union. Neben Riesen aus den größten Sektoren, wie dem Fahrzeug- und Maschinenbau oder der chemisch-pharmazeutischen Industrie, sind es private Unternehmer und Neugründer, die ihr Schicksal und Erfolg selbst in die Hand nehmen, sei es an der Elbe in Hamburg oder Dresden, in West oder Ost.

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